Mittelschul-Konzept für Flüchtlingskinder

Vorarlberg / 29.12.2016 • 20:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Dornbirn. (ha) Bereits im Herbst 2015 beschlossen die fünf Dornbirner Mittelschulen, die Aufteilung der Flüchtlingskinder über Sprengelgrenzen hinweg unter sich zu regeln. Ziel war es, gemeinsam einen Weg zu finden, um den Mädchen und Buben möglichst rasch die erforderlichen Sprachkenntnisse zu vermitteln, damit sie dem Unterricht folgen können. Nicht jede Schule für sich allein, sondern alle gemeinsam fördern Flüchtlingskinder nach dem Konzept „Deutsch als Zweitsprache“ (DAZ): Deutsch wird wie eine Fremdsprache unterrichtet, Aufbau und Methoden der Unterrichtseinheiten sind ähnlich wie in den Fächern Englisch oder Französisch. Der neue Schulverbund ermöglicht die Zusammenstellung unterschiedlicher Leistungsgruppen, in denen jedes Kind individuell gefördert werden kann.

Neue Herausforderungen

Das stellt an die Lehrpersonen große und vor allem neue Herausforderungen. Denn bei vielen Schülerinnen und Schülern aus Krisengebieten beginnt das Deutschlernen zuerst mit der Alphabetisierung, ehe es mit Lesen, Schreiben und Verstehen weitergeht. Um die soziale Integration zu fördern, verbringen die Kinder die meiste Zeit in einer fixen Klasse in ihrer Stammschule. Wert legt der Schulverband aber auch auf außerschulische Projekte. In regelmäßigen Abständen finden gemeinsame Veranstaltungen mit Flüchtlingskindern und einheimischen Kindern statt. Die Zusammenarbeit der Schulen trägt Früchte, stellt Bürgermeisterin Andrea Kaufmann fest: „Alle Beteiligten zeigen mit vollem Einsatz und Engagement vor, wie Integration erfolgreich gelebt werden kann.“