Shiffrin mit Triple am Zauberberg

Sport / 29.12.2016 • 21:05 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Mikaela Shiffrin schreibt Ski-Geschichte. Als erster Rennfahrerin gelingen ihr zwölf Weltcup-Siege nacheinander in einer Disziplin.  Foto: gepa
Mikaela Shiffrin schreibt Ski-Geschichte. Als erster Rennfahrerin gelingen ihr zwölf Weltcup-Siege nacheinander in einer Disziplin. Foto: gepa

Dritter Sieg am Semmering im Slalom, Liensberger auf dem 22. Platz.

Semmering. Der Ski-Rennsport der Damen wird immer mehr zur Soloshow. Mikaela Shiffrin gewann mit dem Nachtslalom auch das dritte Rennen am Semmering und damit ihren zwölften Torlauf nacheinander. So eine Serie war vor ihr noch keiner Rennfahrerin in einer Disziplin gelungen. Beste Österreicherin war Bernadette Schild als Fünfte.

Fertig und glücklich

Shiffrin machte wie erwartet den Hattrick perfekt, nachdem sie zuvor zwei Riesentorläufe auf dem tief winterlich eingeschneiten Zauberberg gewonnen hatte. Die Art und Weise sorgte aber im Ziel weithin für ungläubige Blicke: In ihrem zweiten Heat wies die Halbzeit-Führende bei der letzten Zwischenzeit schon 0,33 Sekunden Rückstand auf Veronika Velez-Zuzulova auf, fuhr im Schlussabschnitt auf 18 Sekunden aber noch 0,64 Sekunden Vorsprung und Laufbestzeit heraus.

„Für heute bin ich fertig, aber ich bin glücklich“, sagte die körperlich leicht angeschlagene Shiffrin. „Es war ein großer Kampf. Heute schlafe ich gut.“ Shiffrin hat von den vergangenen zwölf Slaloms, bei denen sie am Start stand, ebenso viele gewonnen, darunter alle sieben, die seit dem 15. Februar 2016 anberaumt waren.

Shiffrin ist zudem die erste Läuferin, die im Weltcup an drei aufeinanderfolgenden Tagen an einem Ort drei Siege in technischen Disziplinen bejubeln durfte. Vreni Schneider hatte im Jänner 1989 binnen drei Tagen zwei Riesentorläufe in Schwarzenberg im Bregenzerwald sowie einen Slalom in Mell­au für sich entschieden. Auf ein und demselben Hang war dieses Kunststück aber noch niemandem gelungen.

Schild fuhr ihr bestes Weltcup-Resultat in diesem Winter heraus. Die Salzburgerin schaffte es im ersten Lauf trotz eines groben Schnitzers im Mittelteil noch auf den elften Platz. „Die Piste ist immer weicher geworden und aufgebrochen, Gott sei Dank hab’ ich nicht eingefädelt. Ich war sehr überrascht über die Zeit“, meinte Schild.

Nur sechs waren schneller

Im vierten Anlauf hat es bei Katharina Liensberger (19) für die ersten Weltcuppunkte geklappt. Die Göfnerin, die für den SK Rankweil fährt, qualifizierte sich mit der hohen Startnummer 52 als 29. des ersten Laufs für das Finale – und legte dann im zweiten Durchgang die siebtbeste Zeit hin. Auf die Laufschnellste, Shiffrin, verlor sie nur 0,85 Sekunden. Machte am Ende Platz 22, auf die Siegerin fehlten 4,40 Sekunden.

Erste Talentprobe im Weltcup: Katharina Liensberger aus Göfis fuhr am Semmering auf den 22. Platz. Foto: gepa
Erste Talentprobe im Weltcup: Katharina Liensberger aus Göfis fuhr am Semmering auf den 22. Platz. Foto: gepa