„Bieten ein sehr farbiges Programm“

Kultur / 30.12.2016 • 18:52 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Marina spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Geige.  Mannhart
Marina spielt seit ihrem fünften Lebensjahr Geige. Mannhart

Marina Mannhart ist Konzertmeisterin beim Silvester- und Neujahrskonzert in Götzis.

Götzis. (VN-tag) Das traditionelle Neujahrs- und Silvesterkonzert mit dem Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal begleitet die Besucher mit Musik von Johann Strauß & Co in Götzis schwungvoll ins neue Jahr. Gemeinsam mit dem 70-köpfigen Orchester unter der Leitung von Markus Pferscher ist heuer der Akkordeonvirtuose Goran Kovačević als Solist zu erleben. Der Reinerlös ermöglicht dem Lions Club Hohenems Soforthilfe für in Not geratene Menschen und bietet Unterstützung für karitative und kulturelle Projekte in der Region. Konzertmeisterin Marina Mannhart (21) aus Koblach spricht im VN-Interview über das diesjährige Programm.

Wie lange spielst du schon Violine? Wann bist du zum Jugendsinfonieorchester Mittleres Rheintal gekommen?

Mannhart: Ich habe im Alter von fünf Jahren angefangen, Geige zu spielen. Meine Mutter spielt selbst Geige und ist Geigen-Lehrerin. Sie hat mir schon früh verschiedene Instrumente gezeigt. Aber Geigespielen hat mich von Anfang an am meisten begeistert und dabei bin ich bis heute geblieben. Schon seit sieben Jahren bin ich jetzt beim Sinfonieorchester Mittleres Rheintal dabei. Davor war ich im Musikgymnasium in Feldkirch.

Wie gefällt dir das diesjährige Programm vom Silvester- und Neujahrskonzert in der Kulturbühne Ambach? Was gibt es zu hören?

Mannhart: Das Programm gefällt mir sehr gut. Wir haben im Großen und Ganzen ein sehr farbiges und anspruchsvolles Programm, wobei sich in diesem Jahr alles um das Thema Tanz dreht. Zu Gast sind auch junge Tänzerinnen und Tänzer aus der Dance Hall Bühnentanzschule Götzis von Alfredo Karl. Außerdem ist viel Musik aus dem Balkan dabei, auch von unserem diesjährigen Solisten, dem Akkordeonisten und Komponisten Goran Kovačević. Von ihm spielen wir auch einige Eigenkompositionen. Ansonsten darf sich das Publikum über Wiener Musik von Johann Strauß und Carl Michael Ziehrer freuen, was meiner Meinung nach zu einem Neujahrskonzert einfach dazugehört. Eine ganz große Herausforderung für unser 70-köpfiges Orchester ist der Bolero von Ravel, ein sehr anspruchsvolles Stück, aber es macht unglaublich viel Spaß, weil es sehr abwechslungsreich ist.

Du bist in diesem Jahr Konzertmeisterin.

Mannhart: Ja, ich sitze als Konzertmeisterin ganz vorne beim Dirigenten. Dabei versuche ich, gemeinsam mit dem Dirigenten das ganze Orchester zusammenzuführen. Eine tolle Aufgabe.

Bist du noch nervös, wenn du vor Publikum spielst?

Mannhart: Nein, eigentlich gar nicht. Mit dem Orchester zu spielen macht mir unglaublich viel Spaß. Wir sind alle gut befreundet. Mit seinen Freunden auf der Bühne zu stehen, ist einfach ein tolles Gefühl.

Du absolvierst derzeit ein Lehramtstudium zur Volksschullehrerin in Feldkirch. Wie geht es musikalisch in Zukunft für dich weiter?

Mannhart: Mit der Musik werde ich auf jeden Fall weitermachen. Ich versuche auch meistens, jeden Tag ein paar Stunden Geige zu spielen, obwohl es neben dem Studium natürlich manchmal nicht ganz so einfach ist, weil ich viel um die Ohren habe. Aber Musik ist einfach mein Hobby und meine Leidenschaft, bei der ich auf jeden Fall bleibe.

Silvester- und Neujahrskonzert: 31. Dezember, 16:30 Uhr und 1. Jänner, 18 Uhr, Kulturbühne Ambach in Götzis.