Silvio Raos

Kommentar

Silvio Raos

,,Das (Trump)eltier“

Vorarlberg / 30.12.2016 • 18:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Ver(trumpt) und zugenäht, jetzt hat es der Irre mit dem Semmelvordach doch geschafft.

Donald, nicht Duck, sondern Trump, sitzt an den explosiven Schalthebeln der Weltmacht.

Good Night America. Obama betrachtet im Rückspiegel seine komplizierte Ära. Er repliziert seine Präsidentschaft der kongressgebundenen Hände. Erdoğan tanzt auf der EU-Nase den Asylanten-Bauchtanz. Angela Merkel sagt zur hohen Latte der nächsten Bundestagswahl „… ich schaffe das …!“. Fidel raucht den letzten Zug der Hammer- und Sichelcohiba. IS ist immer noch grauenvolle Realität. Great Britain spielt mit der EU-Exitreißleine. Die Schweizer strahlen nach der Kernkraftwerksabstimmung in neuem nuklearen Glanz.

Das unendliche Drama der Bundespräsidenten(q)wahlen lässt den Geduldsfaden der Wähler beinahe bersten.

(Q)wahlen, Stich(q)wahlen und Anfechtungen bringen das Bürgerherz zum Kochen. Jetzt haben wir das geringere Übel zum Höchstpreis. Faymann bekommt die rote Karte. Eine neue „Kern“-Kompetenz betritt die Bühne der großen Koalition der Unzulänglichkeiten und flirtet blauäugig Richtung H.C. Rund um Mitterlehner sehen alle schwarz. Die scharfen Sägewerke der ÖVP-Bünde sind schon wieder voll am Werk. Schelling budgetiert das marode Zahlenwerk der Illusionen.

Im Ländle herrscht die beinharte Ruhe des politischen Tiefschlafs. Ein bisschen Hypo-Untersuchungsausschuss stört die Bettruhe im Landhaus. Ein stinkendes Quäntchen Häusle sorgt für eine minimale Geruchsbelästigung. Im blauen Ge„bösch“ herrscht endlose Gemütlichkeit. Johannes, der Schweiger, hält sein grünes Mündchen. Koalitionäres Kuscheln ist angesagt. Ritschi, ratsche, voller Tücke, abgesägt fällt der Michael Ritsch in die Lücke.

Die Stifte sind geschliffen … auf ein kritisch-kritzlerisches 2017!