Eine Schlager-Ikone wird 80 Jahre alt

Menschen / 30.12.2016 • 21:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Siw Malmkvist im Jahr 2004. Nun ist die Schlager-Ikone 80 Jahre alt.
Siw Malmkvist im Jahr 2004. Nun ist die Schlager-Ikone 80 Jahre alt.

Die Schwedin Siw Malmkvist feiert heute, an Silvester, ihren runden Geburtstag.

Stockholm. „An Silvester Geburtstag zu haben ist, als wenn ganz Stockholm, die ganze Welt mich feiert, mit Feuerwerk und allem. Und ich stehe auf dem Balkon und sage: Danke“, sagt Siw Malmkvist. Die schwedische Schlagersängerin blickt auf eine lange Karriere zurück. Auch im deutschen Schlagerkanon hat sie ihren festen Platz.

Gerade hat Malmkvist ihre nächste Tournee geplant. Zusammen mit den schwedischen Sängerinnen Barbro „Lill-Babs“ Svensson und Ann-Louise Hanson geht sie Anfang des neuen Jahres auf Konzertreise durch ihr Heimatland. „80 – das ist nur eine Zahl“, sagt die fröhliche Frau in einem Interview mit dem schwedischen Radiosender P4. „In meinem Inneren bin ich 24 oder vielleicht 34 Jahre alt.“ Zumindest auf dem Papier wird Siw Malmkvist heute, Samstag, 80 Jahre alt.

Schlager hält jung

Dass sich die Schwedin immer noch so jung fühlt, liegt wahrscheinlich an ihrem Metier. Seit mehr als 60 Jahren singt sie gut gelaunte Schlager, in denen es meistens um die Liebe geht. Und das nicht nur in ihrer Muttersprache. Auch in Deutschland landet sie viele Hits. Ihr „Liebeskummer lohnt sich nicht“ von 1964 führt monatelang die deutsche Hitparade an. Vor allem bei deutschen Schlagerwettbewerben heimst sie mit ihrer Musik jede Menge Preise ein. Für „Liebeskummer lohnt sich nicht“ bekommt sie die Goldene Schallplatte. 1969 vertritt sie Deutschland beim Grand Prix und landet auf Platz neun. Am Ende sollen es 600 Songs in zehn Sprachen werden.

Doch Singen ist nicht das einzige Talent der lebhaften Schwedin. Schon 1960 ist sie mit „Verliebt in Kopenhagen“ auf der Kinoleinwand zu sehen. Es folgen weitere Filme und Synchronsprechaufträge. Auch auf der Theaterbühne fühlt sich Malmkvist zu Hause. Ans Aufhören denkt sie noch nicht: „Ich will selbst entscheiden, wann ich aufhöre. Es soll nicht peinlich werden, wenn ich auf die Bühne komme.“