Fußball als Türöffner für besondere Ausbildung

Sport / 30.12.2016 • 23:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Visitenkarte Sebastian El Abdellaoui
Visitenkarte Sebastian El Abdellaoui

Drei ehemalige Akademie-Spieler verbinden Studium und Fußball
in den USA.

Bregenz. Im Sommer 2015 legten sie die Matura im Privatgymnasium Mehrerau ab, im Sommer 2016 zog es das Trio in die USA – zum Fußball-Studium. Davor hatten Maximilian Moser, Sebastian El Abdellaoui und Eric Weixl­baumer gemeinsam für die AKA-Auswahlen gespielt, Moser hatte es sogar bei der Lustenauer Austria versucht. Die Weihnachtspause nutzten die Vorarlberger, um an ihre Wurzeln zurückzukehren und AKA-Sportdirektor Andreas Kopf sowie Schuldirektor Christian Kusche einen Besuch abzustatten.

Ein anderer Fußball

Unisono betonten sie die gute Ausbildung in der Mehrerau sowohl in schulischer als auch in fußball-technischer Hinsicht. Somit machte die Umstellung auf das College-Leben in Bezug auf Abstimmung von Lernen, Training und Spiele keine Schwierigkeiten. Auch an die doch sehr langen Reisewege in den Staaten gewöhnten sich die drei recht schnell. Immerhin kannten sie als Akademie-Spieler die langen Anreisen quer durch Österreich zu den Auswärtsspielen nur zu gut.

„Die Amerikaner legen sehr viel Wert auf physische Komponenten. Ein großer Teil der Trainingszeit wird dafür aufgewendet“, erzählt Moser, der auf der Duke University in Durham/North Carolina Medizin studiert. Wie seine beiden ehemaligen Mitschüler kann er sich dank des Fußball-Stipendiums das Studium praktisch zur Gänze finanzieren. An den doch etwas anders interpretierten Fußball in den Staaten hat sich der robuste Defensivspieler, der einst bei der Viktoria das Fußballspielen begann, bereits gewöhnt.

Eine gänzlich andere Studienrichtung hat Sebastian El Abdellaoui eingeschlagen. Der Bregenzerwälder, der einst beim FC Au spielte, hat sich der Colgate University in Hamilton/New York angeschlossen und sich für das Studium Bachelor of Arts in Wirtschafts- und Finanz­mathematik eingeschrieben. Sein Collageteam nennt sich Colgate Raiders, jenes von Moser Duke Blue Devils.

Auch schulisch top

Sowohl Moser als auch El Abdellaoui und auch Eric Weixlbaumer, der für die Reinhardt Eagles spielt, zählen in ihren Teams zum Stammpersonal. Der Bludenzer hat sich an der Reinhardt University in Waleska/Georgia für das Studium Bachelor of Sport-Business entschieden. Das Trio hat sich aber nicht nur fußballerisch bestens eingelebt, auch an der Universität wurde das erste Semester von allen drei mit Bravour bestanden. Der große Wurf könnte gelingen, wenn einer bei den Soccer-Drafts für die Major League Soccer zum Zug kommt.

Das Trio Maximilian Moser, Sebastian El Abdellaoui und Eric Weixlbaumer (v. l.) mit AKA-Sportdirektor Andreas Kopf (links) und Schuldirektor Christian Kusche (rechts). Fotos: Mehrerau
Das Trio Maximilian Moser, Sebastian El Abdellaoui und Eric Weixlbaumer (v. l.) mit AKA-Sportdirektor Andreas Kopf (links) und Schuldirektor Christian Kusche (rechts). Fotos: Mehrerau
Maximilian Moser in Aktion.
Maximilian Moser in Aktion.
Visitenkarte Eric Weixlbaumer
Visitenkarte Eric Weixlbaumer