Applaus für Wagner unter Philippe Jordan

Kultur / 25.07.2017 • 22:17 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Königlich-tierische Begegnung vor der Premiere. Foto: AP
Königlich-tierische Begegnung vor der Premiere. Foto: AP

Festspiele in Bayreuth wurden in Anwesenheit des Königspaares aus Schweden eröffnet.

Bayreuth. Mit königlichem Glanz sind die 106. Bayreuther Festspiele eröffnet worden. König Carl Gustav und Königin Silvia von Schweden kamen ebenso wie Kanzlerin Angela Merkel gestern Nachmittag auf den Grünen Hügel. Aufgeführt wurden „Die Meistersinger von Nürnberg“ in einer Neuinszenierung von Barrie Kosky. Schon nach dem ersten Akt kurz nach 18 Uhr, gab es begeisterten Applaus und „Bravo“-Rufe. Die musikalische Leitung lag in den Händen von Philippe Jordan, dem Chefdirigenten der Wiener Symphoniker, der am kommenden Sonntag in Bregenz dirigiert.

Das Stück ist Richard Wagners einzige heitere Oper, und die Inszenierung hob den humoristischen Charakter hervor. Kosky: „Verglichen mit anderen Wagner-Opern, bei denen die Charaktere auch kompliziert sind, sind sie bei den ,Meistersingern‘ zudem sehr ambivalent – auch wegen der Themen: Was ist Kunst? Was ist gute Musik, was schlechte? Was ist deutsch und was nicht? Wer entscheidet darüber? Wer ist Teil der Gemeinschaft? Die Themen sind explosiv, das waren sie im 19. und 20. Jahrhundert und das sind sie auch im 21. Jahrhundert. Und es wird noch komplizierter dadurch, dass Wagner das Werk als Komödie schrieb.“