Weißer Tod in Zürs wird Verhandlungssache

Vorarlberg / 25.07.2017 • 22:02 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Tödliches Lawinenunglück in Zürs: Die Hubschrauber Gallus 1 und Libelle damals beim Einsatz am Trittkopf.Foto: VN/Hofmeister
Tödliches Lawinenunglück in Zürs: Die Hubschrauber Gallus 1 und Libelle damals beim Einsatz am Trittkopf.Foto: VN/Hofmeister

Skiführer nach tragischem Lawinenunglück wegen grob fahrlässiger Tötung vor Gericht.

Feldkirch. Am 16. Jänner 2017 kam es im Skigebiet Zürs zum dritten tödlichen Lawinenunglück innerhalb einer Woche. Opfer war ein 33-jähriger Niederländer, der als Mitglied einer dreiköpfigen Gruppe mit Skiführer unweit der Trittkopfbahn-Bergstation im freien Gelände unterwegs war. Er und sein Landsmann waren von einer Lawine erfasst worden. Während der zweite Niederländer dem Schneebrett gerade noch ausweichen konnte, wurde der 33-Jährige verschüttet und konnte später nur noch tot geborgen werden.

Der verantwortliche Skiführer steht heute, Mittwoch, wegen des Vergehens der grob fahrlässigen Tötung und der Gefährdung der körperlichen Sicherheit als Angeklagter am Landesgericht Feldkirch. Der konkrete Vorwurf gegen ihn laut Anklageschrift: Er habe trotz der Tatsache, dass es sehr kalt war und ein störanfälliger, überdeckter Triebschnee sowie eine erhöhte Auslösebereitschaft vorhanden waren, bei Gefahrenstufe 3 die extrem steile Gamskopfmulde befahren. Dadurch sei während der Abfahrt ein Schneebrett ausgelöst und das Opfer von der Lawine verschüttet worden.