Abstandsmessung ist Abzocke

Leserbriefe / 26.07.2017 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Abstandsmessung auf der Rheintalautobahn erregt so manches Gemüt. Foto: VN
Die Abstandsmessung auf der Rheintalautobahn erregt so manches Gemüt. Foto: VN

Schnelles Geld für den Staat eingetrieben von fleißigen Bürgern auf dem Weg zur Arbeit. Eine Anonymverfügung über eine zur Last gelegte Straftat erzürnt mein sanftes Gemüt (0,67 Sek. / 21 m anstatt 2 Sek. / 62 m) bei 113 km/h).

Die Bemühung, ordnungsgemäßen Abstand zu halten, ist im Berufsverkehr unmöglich. Unzähligen Gefahren ausgesetzt, wie überlastete Spuren, Raser, Drängler, Rechtsüberholer, auf Autobahn-Überholspur Auffahrer, Abbremser, um gerade noch die Ausfahrt zwischen zwei Lkw zu erwischen, Stau verursachende Lkw auf der Überholspur – das sind tägliche Herausforderungen, unfallfrei anzukommen. Abzockend sowie alles andere als gefahrenvermeidend ist dann noch die Abstandsmessung in der Rush Hour. Erschreckt durch die Messkontrolle auf der Brücke in Götzis bremsen Autos abrupt, verursachen Stau und dadurch eine Verkürzung des Abstands zum Vordermann.

Bei der Polizei (Staat) klingelt dafür die Kasse (100 Euro pro Auto!). Die Rheintalautobahn mit Auf- und Abfahrten alle fünf Kilometer ist maximal eine „Stadtschnellstraße“. Bei gesetzlichen zwei Sekunden Abstand (ca. 72 m bei 130 km/h) dürften sich maximal etwa 400 Autos pro Spur innert 25 km aufhalten – im Berufsverkehr sind es jedoch ca. zehnmal so viele. Wer auch einen „Liebesbrief“ der BH bzgl. Tatzeit 7. Juli 2017 Höhe Götzis erhalten hat, darf sich gerne bei mir melden.

Rosmarie Seeberger,

Wolfurt, Gartenstraße