Des einen Freud, des anderen Leid

Vorarlberg / 26.07.2017 • 18:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Für die Gastronomie fiel die Woche bisher buchstäblich ins Wasser.

Für die Gastronomie fiel die Woche bisher buchstäblich ins Wasser.

Das Regenwetter hat in den vergangenen Tagen so manchem die Laune vermiest. Jetzt ist Besserung in Sicht.

Schwarzach. (VN-mef) Freibäder leer. Gastgärten leer. Eisverkaufszahlen brechen ein. Der Sommer hat diese Woche wieder einmal eine Pause eingelegt. Manchen kommt das Zwischentief gerade recht. Andere wiederum leiden unter dem Dauerregen.

So fällt die Woche zum Beispiel für die Schwimmbad-Betreiber wohl eher unter die Kategorie zum Vergessen. Seit Sonntag sind die meisten Pforten dicht. Bademeister betreuen Grünanlagen statt Gäste. „Ende Mai und Juni waren gut, der Juli hat aber leider vor allem an den Wochenenden ausgelassen“, bedauert etwa Rheinauen-Betriebsleiter Ewald Petritsch und fügt hinzu: „Wir hoffen, dass der August die Sache wieder wettmacht.“

Durchwachsener Monat

Auch für so manchen Gastronomen mit Biergarten waren die vergangenen Tage eher eine kleinere Katastrophe. „Die Woche ist im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen“, sagt Gastronomie-Sprecher Andrew Nussbaumer. „Sonst können wir uns aber über den Sommer nicht beklagen.“ Zu den Gewinnern der Woche zählt dagegen der Handel. „Urlauber sind teilweise mit Hochsommeroutfit angereist und kaufen sich daher schon noch das eine oder andere“, sagt Spartenobfrau Theresia Fröwis.

Genauso wie in den Bergen Wanderer sind derzeit auch wenig Zeltbegeisterte zu finden. Eine Gruppe Jugendlicher aus Schwaben zeigt sich auf dem Campingplatz Weiss in Bregenz von der eisernen Seite. „Wir sind seit Montag da. Es ist ein bisschen nass und kalt, aber aushaltbar“, berichtet Nina. Ihre Freundin Anna-Sophia fügt hinzu: „Wir haben halt Karten gespielt. Zwischendurch waren wir auch im Bodensee.“ Das Angebot des Gastgebers, in einen Campingwagen umzuziehen haben die jungen Deutschen dankend abgelehnt. „So lange das Zelt hält, ist alles gut“, meinen sie.

„Alles gut“ ist auch noch bei den Gemüsebauern. „Aber jetzt ist der Boden langsam satt und es wäre gut, wenn es zu regnen aufhört“, sagt Harald Rammel von der Landwirtschaftskammer. Sollte nun auf die Nässe bald Hitze folgen, befürchten Produzenten, dass es zu einem Pilzbefall kommen könnte. „Es wird aber keine Epidemie sein“, gibt Rammel Entwarnung.

Im Großen und Ganzen verlief der Mittwoch auch bei der Rettungs- und Feuerleitstelle ruhig. Verzeichnet wurden sechs Feuerwehreinsätze, weil Keller vollgelaufen waren. In Dornbirn wurde die Furt gegen Mittag gesperrt. Grund dafür war, dass bei Hochwasser Holz mitgeschwemmt wird, das auf die Fahrbahn geschleudert werden könnte. 

Recht gute Neuigkeiten gibt es, was das Wetter betrifft. Der heutige Donnerstag dürfte zwar überwiegend bewölkt verlaufen. Es soll aber wieder wärmer werden, wie Meteorologin Monika Weis von der ZAMG berichtet. In der Nacht auf Freitag kündigen sich noch einmal Regenschauer an. Das Wetter wird wechselhaft. Am Wochenende klettern die Temperaturen laut Prognosen wieder Richtung 30 Grad.

Für die Gastronomie fiel die Woche bisher buchstäblich ins Wasser.

Für die Gastronomie fiel die Woche bisher buchstäblich ins Wasser.

Für den Gemüsebau kam der Regen zwischendurch gerade recht. Für Martin Brunner vom Mahlerhof gibt es keinen Grund zu klagen.
Für den Gemüsebau kam der Regen zwischendurch gerade recht. Für Martin Brunner vom Mahlerhof gibt es keinen Grund zu klagen.
Für den Gemüsebau kam der Regen zwischendurch gerade recht. Für Martin Brunner vom Mahlerhof gibt es keinen Grund zu klagen.
Für den Gemüsebau kam der Regen zwischendurch gerade recht. Für Martin Brunner vom Mahlerhof gibt es keinen Grund zu klagen.
In den Bergen ließ am Mittwoch der Winter grüßen. Schneebedeckt präsentierte sich unter anderem die Heilbronner Hütte auf 2320 Metern.
In den Bergen ließ am Mittwoch der Winter grüßen. Schneebedeckt präsentierte sich unter anderem die Heilbronner Hütte auf 2320 Metern.
Barbara, Anna-Sophia, Nina und Jan zeigen sich von der wetterfesten Seite. Fotos: VN/Philipp Steurer
Barbara, Anna-Sophia, Nina und Jan zeigen sich von der wetterfesten Seite. Fotos: VN/Philipp Steurer