Ein Ländle-Trio fährt Achterbahn

Sport / 26.07.2017 • 22:01 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Im Jaguar: Christian Klien.Foto: efr
Im Jaguar: Christian Klien.Foto: efr

Klien, Estre und Rast sind Anwärter auf Topplätze beim 24-h-GT3-Rennen von Spa.

Spa. (dg) Das „Total 24 Hours of Spa“ am Wochenende ist das weltweit bedeutendste und am stärksten besetzte GT3-Rennen. Mit heuer 66 Startern von elf Marken sind nirgendwo sonst auf der Welt so viele Rennwagen dieser Klasse in einem Feld versammelt. Für Christian Klien und sein Emil-Frey-Racing-Team ist es das Highlight des Jahres. Der Hohenemser und das Team aus Safenwil sind gut vorbereitet.

Klien zählt den sieben Kilometer langen Achterbahnkurs in den belgischen Ardennen zu seinen Lieblingsstrecken: „Spa ist sicherlich ein Kurs, der zu unserem GT3-Jaguar passt. Daher waren wir auch recht zufrieden bei den offiziellen Testfahrten Anfang Juli. Allerdings zählt bei einem 24-h-Rennen nicht nur der reine Speed. Standfestigkeit und fehlerfreies Arbeiten des Teams sind der Schlüssel zum Erfolg. Ich denke, dass wir die Hausaufgaben gemacht haben. Wenn die Technik hält, müssten wir durchaus um die vorderen Plätze mitfahren können.“

Zweiter Versuch

Für Klien ist es bereits das zweite 24-h-Rennen in Spa. Im Vorjahr feierte er hier sein Teamdebüt bei Emil-Frey-Racing. Nach fünf Rennstunden lag seine Crew an vierter Position, ein Unfall seines Kollegen Jonathan Hirschi (Sui) warf das Trio auf Rang 49 zurück. Neben Hirschi wird sich Klien heuer mit dem Deutschen Marco Seefried abwechseln.

Das Audi-Sport-Team WRT aus Belgien startet bei seinem Heimspiel mit zwei werksunterstützten R8-LMS-Rennwagen. In einem der beiden Autos wird der Wahl-Bregenzer Rene Rast, derzeit Tabellenzweiter in der DTM, ins Lenkrad greifen. Seine Teampartner sind Nico Müller und Antonio Garcia. Das Team zählt zu den Mitfavoriten. „Die Schwierigkeit wird sein, ein gemeinsames Set-up zu finden, mit dem alle drei Fahrer gut leben können“, meint Rast. „Garcia fährt sonst eine Corvette und ist Untersteuern gewohnt, wir haben aber mit dem Audi-R8 eher Übersteuern.“

Ebenfalls zu den Favoriten zählt der Wahl-Höchster Porsche-Werkspilot Kevin Estre, der sich mit dem von Langstreckenweltmeister Timo Bernhard privat eingesetzten Porsche-991-RS beim Testtag die Bestzeit sicherte. Estres Kollegen sind Vanthoor und Christensen.

Training als Härtetest

Traditionell wurde die Rennwoche mit der Autoparade zwischen der Strecke und der Innenstadt von Spa bereits gestern eingeläutet. Heute beginnt der Härtetest mit dem freien Training, gefolgt vom Pre-Qualifying und dem Qualifying. Die Super Pole der schnellsten 20 Piloten findet am Freitag statt, ehe am Samstag um 16.30 Uhr der Start zu dem 24-h-Nervenkitzel erfolgt. Das Rennen zählt zum Blanc­pain-Endurance-Cup. Zudem wird der Langstreckenklassiker auch als zweiter Lauf zur Intercontinental-GT-Challenge – einer auf vier Kontinenten ausgetragenen Rennserie – gewertet.

Fährt Audi: Rene Rast.Foto: noger
Fährt Audi: Rene Rast.Foto: noger
Porsche-Pilot Kevin Estre.Noger
Porsche-Pilot Kevin Estre.Noger