Ein Ring fehlte für Bronze

Sport / 26.07.2017 • 22:09 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Hohenemser Thomas Mathis blieb zum Abschluss der Kleinkaliber-EM im Dreistellungsbewerb hinter der Erwartungen.Foto: steurer
Der Hohenemser Thomas Mathis blieb zum Abschluss der Kleinkaliber-EM im Dreistellungsbewerb hinter der Erwartungen.Foto: steurer

Thomas Mathis in der Kleinkaliber-Dreistellung Vierter im Team und Rang 38 im Einzel.

Baku. Nach dem Gewinn der beiden Silbermedaillen im Einzel und Team wollte Sportschütze Thomas Mathis völlig entspannt und mit viel Spaß den Dreistellungsbewerb bei der Kleinkaliber-EM in Baku in Angriff nehmen. Doch die Hoffnungen auf ein weiteres Spitzenresultat bei den kontinentalen Titelkämpfen erfüllten sich nicht. Mit Rang 38 in der Einzelwertung unter 58 Schützen blieb der 27-jährige Hohenemser im Dreistellungsbewerb klar unter den Erwartungen. Der rabenschwarze Tag spiegelt sich auch in der Mannschaftswertung, in der das ÖSB-Trio Alexander Schmirl (Anm. holte Bronze im Finale), Bernhard Pickl und Mathis mit 3435 Ringen als Vierter um einen Zähler den Sprung auf das Siegerpodest. „Es war defintiv nicht mein Tag. Ich habe vom ersten Schuss die aufgrund des ständig wechselden Windes enorm schwierigen Bedingungen in Baku in keiner Phase des Wettkampfes in den Griff bekommen“, erklärt Mathis zähneknirschend.

385 Ringe im Liegend

Nach den 378 Ringen im Knieend blieb der Olympia-17. des Vorjahres besonders in seiner Paradedisziplin, dem Liegendschießen, mit 385 Ringen ganz klar hinter den Erwartungen. „Im Moment fehlt mir eine schlüssige Erklärung dafür, wie so ein Rückfall innert zwei Tagen möglich ist.“ Trotz der alles andere als zufriedenstellenden Performance versuchte Mathis mit Blick auf die Mannschaftswertung konzentriert zu bleiben, konnte aber mit 372 Ringen im abschließenden Stehendbewerb ebenfalls nicht sein Potenzial ausschöpfen. „Natürlich habe ich mir nach den Leistungen in den letzten Wochen auch in der Dreistellung mehr erwartet. Doch auf diesem Niveau darf man sich keine Nachlässigkeiten erlauben.“

Nach einer kurzen schöpferischen Pause will Vorarlbergs Parade-Gewehrschütze in der zweiten Saisonhälfe noch einmal richtig durchstarten. Höhepunkte sind die Kleinkaliber-Staatsmeisterschaft vom 30. August bis 3. September in Innsbruck und das Weltcupfinale vom 23. bis 30. Oktober in Neu Dehli. Dort will Mathis dann nach den Rängen drei (München) und acht (Gabala) bei den Weltcups in dieser Saison um den krönenden Höhepunkt mit dem Vizeeuropameistertitel im Liegendbewerb wieder ganz vorne mitmischen.

Diem bester ÖSB-Schütze

Für den Götzner Patrick Diem ging die Europameisterschaft in der Dreistellung als bestplatzierter ÖSB-Schütze mit 1132 Ringen und dem 26. Endrang unter 47 Teilnehmern bzw. Platz neun in der Mannschaft zu Ende. Mit Sheileen Waibel und Verena Zaisberger sind am Donnerstag zwei VSB-Schützinnen in der Dreistellung der Juniorinnen im Einsatz.