Frauen erhalten über 40 Prozent weniger Pension

Politik / 26.07.2017 • 22:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Altersarmut betreffe vor allem Frauen, sagt Rendi-Wagner. APA
Altersarmut betreffe vor allem Frauen, sagt Rendi-Wagner. APA

Männer bekommen jährlich im Schnitt 11.105 Euro mehr.

Wien. Frauen bekommen durchschnittlich über 40 Prozent weniger Pension als Männer und sind stärker von Altersarmut gefährdet. Darauf weist Frauenministerin Pamela Rendi-Wagner (SPÖ) anlässlich des „Equal Pension Days“ am Donnerstag hin. Das ist jener Tag, an dem Männer bereits so viel Pension erhalten haben, wie Frauen erst bis Jahresende beziehen werden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich kaum etwas verbessert.

Männer können laut Zahlen des Österreichischen Städtebunds mit jährlich durchschnittlich 25.901 Euro Pension rechnen, Frauen lediglich mit 14.796 Euro. „Altersarmut betrifft vor allem Frauen: Im Schnitt bekommen sie österreichweit nur 57 Prozent der Pension, die Männer erhalten“, stellt Rendi-Wagner fest. Für gerechte Verhältnisse müsse man früher ansetzen und sich den Arbeitsmarkt anschauen, denn die Lohnschere wirke sich auf die Pension aus. Rendi-Wagner drängt zudem auf einen Ausbau der Kinderbetreuung und einen Rechtsanspruch auf den Papa-Monat.

Die Pensionslücke sei ein „Armutszeugnis“, finden auch die Grünen. Die Neos fordern unter anderem eine Anpassung des Frauenpensionsalters an jenes der Männer. Hauptgrund für niedrige Frauenpensionen seien aber vor allem die langen Teilzeitphasen, meint Claudia Gamon. Daher brauche es mehr Möglichkeiten auf Kinderbetreuung.

Ebenso sei das Pensionssplitting wichtig, weil es pensionsrechtliche Nachteile während einer Karenz nachhaltig ausgleichen kann.