Kardinal Pell schweigt vor Gericht

Welt / 26.07.2017 • 22:53 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Melbourne. Bei seinem ersten Auftritt vor Gericht hat der australische Kardinal George Pell alle Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs zurückgewiesen. Der Vertraute von Papst Franziskus ließ am Mittwoch vor Gericht in Melbourne eine Erklärung verlesen, mit der er seine Unschuld beteuerte. Der 76-Jährige saß zwar im Saal, sagte selbst aber nichts. Der Termin war nach fünf Minuten schon wieder vorbei. Das Verfahren soll im Oktober fortgesetzt werden.

Als Finanzchef des Vatikans war der Australier bisher die inoffizielle Nummer drei des Kirchenstaats. Wegen der Vorwürfe, sich als junger Pfarrer und später auch als Erzbischof in seiner Heimat an Buben vergangen zu haben, hatte er sich Ende Juni beurlauben lassen.