Kettensägenangreifer führte Armbrüste mit

Welt / 26.07.2017 • 22:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Schaffhausen. Die Schweizer Polizei hat den mutmaßlichen Kettensägen-Angreifer von Schaffhausen mit geladenen Armbrüsten im Gepäck aufgegriffen. Franz W. habe bei der Festnahme zudem Pfeile und angespitzte Holzstücke bei sich gehabt, sagte der zuständige Schweizer Staatsanwalt Peter Sticher am Mittwoch in Schaffhausen. Von der Kettensäge als mutmaßlicher Tatwaffe fehle dagegen jede Spur – sie sei zunächst nicht sichergestellt worden. Auch über das Motiv des Mannes sei noch nichts bekannt. Ein Gericht werde nun über die Anordnung einer Untersuchungshaft entscheiden. Die Festnahme sei am Dienstagabend ohne Gegenwehr abgelaufen, sagte Sticher weiter. Der Tatverdächtige habe sich kooperativ verhalten. Gefasst wurde der 50-Jährige demnach in Thalwil im Kanton Zürich, Hinweise aus der Bevölkerung hatten die Polizei zu ihm geführt. Franz W. sei allein zu Fuß unterwegs gewesen, sagte Polizeieinsatzleiter Ravi Landolt. Wie der Mann die rund 60 Kilometer vom Tatort bis Thalwil zurücklegte und was er dort wollte, sei noch unklar. Auch zu den weiteren Umständen der Festnahme äußerte sich Landolt nicht.

Der Tatverdächtige gilt als psychisch auffällig. Die Staatsanwaltschaft habe angeordnet, dass er medizinisch untersucht werden solle, sagte Sticher.