Marshall-Plan

Leserbriefe / 26.07.2017 • 19:45 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

für Afrika

Zur Abschluss-Pressekonferenz beim G20-Gipfel des französischen Präsidenten Macron: Auf die Frage eines schwarzen Reporters, wann und wie viele Milliarden Euro nun Frankreich und die EU nach Afrika senden werden, hat der Präsident geantwortet, dass es seit vielen Jahren einen sogenannten Marshall-Plan für Afrika gäbe, aber dass die Probleme dort so vielfältig seien, dass diese bisherige Hilfe verpuffe. Ein wichtiger Hinweis in seiner Rede war aber auch: „Wenn die afrikanischen Staaten die Demografie nicht in den Griff bekommen, wird das Problem unlösbar bleiben.“ Er hat somit die Bevölkerungsexplosion in Afrika nur diplomatisch angesprochen. Ein von mir sehr hoch geschätzter Pfarrer hat auf einen Hinweis von mir auf Fürbitten Afrika betreffend bei der Messe wörtlich so reagiert: „Wir können die doch nicht verrecken lassen!“ Natürlich kann davon nicht die Rede sein, aber wir sind für alle Folgen, was auch immer wir tun, verantwortlich. Die einseitige Hilfe zum Überleben und bessere medizinische Versorgung haben eben Folgen. Von Anbeginn wäre Begleitung zur Empfängnisverhütung nötig gewesen. Was ist humaner? Weniger Kinder durch Empfängnisverhütung, oder durch Hunger, weil sie sterben?

Ing. Winfried Ruck,

Fahnacker, Dornbirn