Neues Krankenhaus und neue Schule

Vorarlberg / 26.07.2017 • 19:31 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Theo Fritsche (stehend mit orangem Nepal-Schal) hat das neue Krankenhaus in Juving seinen Bestimmungen übergeben. Foto: fritsche
Theo Fritsche (stehend mit orangem Nepal-Schal) hat das neue Krankenhaus in Juving seinen Bestimmungen übergeben. Foto: fritsche

Theo Fritsche berichtet über den Fortschritt seiner Schul- und Hilfsprojekte in Nepal.

Katmandu, NÜZIDERS. (VN-hrj) Das Krankenhaus und die Geburtenstation in Juving sind bereits in Betrieb. Und in der neuen Schule in Lubhu werden nun 250 Kinder unterrichtet.

Es geht voran mit Theo Fritsches Schul- und Hilfsprojekten. Der Extremalpinist aus Nüziders war im April und Mai dieses Jahres wieder in Nepal, um den Fortschritt der Bauten seiner Schulen und Krankenhäuser vor Ort persönlich zu betreuen.

Trekken und helfen

Dieses Mal nahm Theo Fritsche „eine tolle Trekkinggruppe“ mit nach Nepal und verband seinen Hilfseinsatz mit einer Trekkingtour im Himalaya-Gebirge. Während seines etwa einmonatigen Aufenthaltes in Nepal sei viel geschehen, informiert er. „Im Rahmen einer kleinen Feier und im Beisein der Trekkinggruppe haben wir am 23. April unsere sechste Schule ihrer Bestimmung übergeben“, berichtet Fritsche. Die Schule, deren Bau rund 130.000 Euro gekostet hat, steht im Dorf Lubhu im Distrikt Lalitpur und ermöglicht 250 Kindern Bildung.

Nach einem kurzen Inlandsflug und einem zweitägigen Fußmarsch erreichten Fritsche und seine Bergkameraden den Ort Juving im Distrikt Solu Khumbu. Dort wurde – ebenfalls feierlich – das neue Emil-Krankenhaus mit seiner Geburtenstation eröffnet.

Sonnenstrom fürs Spital

„Eine Besonderheit war es, die von der Raggaler Firma „Lichtundwärme“ gesponserte Photovoltaikanlage im Beisein des Firmenchefs Bernhard Burtscher und seines Teams in Betrieb zu nehmen“, erzählt Fritsche. Die Photovoltaikanlage wurde von den Fachleuten aus Vorarlberg auf das Dach des Krankenhauses montiert, das nun ebenso wie die benachbarte Schule durchgehend mit Strom versorgt wird.

Nach der Rückkehr aus dem Gebirge blieb Fritsche noch eine Weile in der Hauptstadt Katmandu. „Diese restlichen Tage waren sehr ausgefüllt“, sagt er. Er habe in Katmandu noch einige laufende Projekte betreut und neue besprochen und gestartet. Außerdem sei es ihm möglich gewesen, in Kontakt mit den Personen zu treten, die für die Entsendung einer Gymnastikgruppe für die Gymnaestrada 2019 in Vorarlberg zuständig sind.

„Wie es derzeit aussieht, wird ein Team junger Athleten aus Nepal teilnehmen“, informiert Fritsche. Theo Fritsche startete vor 20 Jahren seine Schul- und Hilfsprojekte in Nepal. Bisher ließ der gelernte Tischler aus Nüziders ein Kinderhaus, Krankenstationen und Schulen bauen.

Wiederaufbau

Seit der verheerenden Erdbebenkatastrophe im April 2015, durch die ganze Landesteile zerstört wurden und rund 9000 Menschen ums Leben kamen, ist Fritsche auch im Wiederaufbau tätig.

Sämtliche Bauprojekte werden mit lokalen Arbeitskräften, Trägern sowie Architekten geplant und umgesetzt. Auch die benötigten Materialien, etwa Eisen, Zement und Holz, werden in Nepal besorgt.

Während meines Aufenthalts in Nepal ist viel geschehen.

Theo Fritsche

Benefizkonzert für Theo Fritsches Hilfsprojekte, mit Philipp Lingg, Arnold Meusburger, u. a. Freitag,
11. August, 20 Uhr, Bludenz, Heiligenkreuzkirche, theofritsche.at