Friseurin für alle Felle

Markt / 28.07.2017 • 18:46 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Anja Lechner. Die Arbeit mit Hunden und Leuten macht mir Spaß. Ich bin seit 2010 im Salon tätig und mache am liebsten die „Vorarlberger Hausfrisur“, also kurz, praktisch, gepflegt.

Anja Lechner. Die Arbeit mit Hunden und Leuten macht mir Spaß. Ich bin seit 2010 im Salon tätig und mache am liebsten die „Vorarlberger Hausfrisur“, also kurz, praktisch, gepflegt.

Melanie Stoppel bietet in ihrem Salon ein Rundum-Service für alle Vierbeiner.

Koblach. (cro) Der Clooney-Effekt gilt auch bei Vierbeinern. Allerdings nur, wenn das Fell im Gesicht nicht die hübschen braunen Knopfaugen verdeckt. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum der kleine Bolonka Zwetna mit großem Namen auf dem Schertisch sitzt. Rassetypisch benötigt der kleine Herzensbrecher regelmäßig eine professionelle Fellpflege.

Routine mit der Schermaschine

Begeistert scheint er davon zwar nicht zu sein, doch Melanie Stoppel lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. Sie hat Routine mit der Schermaschine ebenso wie beim Handtrimmen oder bei der Krallen- und Ohrenpflege. Die 32-Jährige hat den Beruf der Tierpflegerin erlernt und schon damals in der Tierklink Schwarzmann gemerkt, dass ihr die Fellpflege besonders viel Spaß macht. Als sie eines Tages die Anzeige „Suche Nachfolger für Hundesalon“ in einer Zeitung entdeckte, meldete sich die diplomierte Hundefriseurin sofort. „Ich war gerade mal 19 Jahre alt und wusste nicht, was alles auf mich zukommt“, erinnert sie sich zurück und bezeichnet ihre Entscheidung heute als „sehr mutig“.

Erweiterung geplant

Nach fünf Jahren konnte Stoppel ihre erste Mitarbeiterin einstellen. „Die Arbeit wurde immer mehr“, erzählt die erfolgreiche Geschäftsfrau. Nur drei Jahre später zog sie mit ihrem Salon vom Buco-Park in Altach nach Koblach, wo sie im Ortsteil Straßenhäuser ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet hatte. „Schließlich“, erklärt sie in typischer Alemannen-Manier: „Eigentum ist besser als mieten und günstiger.“ Doch auch die 80 Quadratmeter sind inzwischen zu eng geworden, ihr Team zählt mittlerweile fünf Angestellte. Eine Vollzeitmitarbeiterin, drei Teilzeitbeschäftige und eine geringfügig Angestellte pflegen die tiersche Kundschaft. Deshalb plant sie gemeinsam mit ihrem Architekten eine Erweiterung, mit der im kommenden Jahr begonnen werden soll. Dann steht einem weiteren Wachstum nichts mehr im Weg.

Kein Weg zu weit

Die Nachfrage steigt kontinuierlich weiter, seit sich der Hundesalon Melanie auch über die Grenzen hinaus etabliert. Selbst weite Anfahrtswege etwa von Walenstadt, Rorschach oder St. Anton nehmen Herrchen und Frauchen auf sich.

Geschätzt wird nämlich in erster Linie die Fachkompetenz der Hundefriseurinnen, auf deren Ausbildung Stoppel viel Wert legt. „Ich würde auch gerne Lehrlinge ausbilden“, sagt die Unternehmerin und hegt den Traum eines Ausbildungszentrums, zu dessen oberster Maxime das Tierwohl zählt.

Sabine Gstöhl. Ich bin neu im Team und lerne noch. Die größte Herausforderung ist die Gleichmäßigkeit. Mit dem Schnitt kann man das Aussehen der Hunde sehr beeinflussen.

Sabine Gstöhl. Ich bin neu im Team und lerne noch. Die größte Herausforderung ist die Gleichmäßigkeit. Mit dem Schnitt kann man das Aussehen der Hunde sehr beeinflussen.

Sonja Stoppel. Als bei Melanie Not an „Frau“ war, bin ich eingesprungen. Die Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich mich ausbilden ließ. Am liebsten pflege ich die großen Hunde.

Sonja Stoppel. Als bei Melanie Not an „Frau“ war, bin ich eingesprungen. Die Arbeit hat mir so gut gefallen, dass ich mich ausbilden ließ. Am liebsten pflege ich die großen Hunde.

Melanie Stoppel hat mit 19 Jahren ihren Hundesalon eröffnet. Inzwischen beschäftigt sie fünf Angestellte. Fotos: cro
Melanie Stoppel hat mit 19 Jahren ihren Hundesalon eröffnet. Inzwischen beschäftigt sie fünf Angestellte. Fotos: cro

Weitere Infos zum Unternehmen auf www.hundesalon-melanie.com