Schönes Rendezvous mit der Rhône

Reise / 28.07.2017 • 07:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Frankreichs Süden mit einer Flussreise entdecken. Eine komfortable Art des Reisens.

reise. (srt/Marco Wehr) Anker lichten in Lyon: Am Quai Claude Bernard liegen die schwimmenden Hotels für die nächsten Tage in einträchtiger Ruhe, bevor sie ihre Fahrt aufnehmen. Doch bevor es „Leinen los!“ heißt und die Passagiere sich auf entspannte Tage in Provence, Côte d’Azur und Camargue freuen können, wird die Kombüse aufgefüllt. Der Küchenchef höchstpersönlich nimmt sich die Zeit, mit unserer kleinen Gruppe am frühen Morgen in der Lyoner Markthalle „Paul Bocuse“ einkaufen zu gehen.

„Ça va? Ça va bien! Et toi? Ça fait combien?“ Auf dem Schiff sind die Bordsprachen Deutsch und Englisch, aber Smalltalk auf Französisch ist für den Schweizer Küchenchef auch kein Problem. Der erste Mann der Bordküche ist schon hellwach und sondiert das Angebot des Frische-Tempels, plaudert augenzwinkernd mit den Marktfrauen, zupft hier mit den Fingerspitzen aromatisch duftende Basilikumblätter, wiegt dort prüfend Artischocken und Auberginen in seinen Händen und probiert am Fleischer-Stand ein Stück rohen Schinken. Dabei reicht er hauchdünne Scheiben des feinen Jambon zu uns weiter. Der würzige Schinken feiert später ein Wiedersehen auf dem Schiff beim Mittagessen.

Freundlich und unaufdringlich lesen die aufmerksamen Crew-Mitglieder den Gästen jeden Wunsch von den Augen ab. Ein kurzer Blick genügt und schon servieren sie feine kleine Leckereien aus der Bordbackstube – zusätzlich zu den reichhaltig portionierten Mahlzeiten. Wer auf einer Flusskreuzfahrt auf seine Linie achten will, der kann im bordeigenen Fitnessraum gegen die Pfunde angehen. Genießer können auch an Bord lernen, die Spezialitäten Südfrankreichs zu Hause nachzukochen oder zu backen: Die Küchenchefs bieten Kochkurse für die Kreuzfahrtteilnehmer an, bei denen Spaß und Genuss im Vordergrund stehen.

Ein organisierter Rundgang mit einer Architekturhistorikerin durch Avignon steht am nächsten Tag auf dem Programm. Ausnahmslos alle Reisenden versammeln sich auf dem Oberdeck, wenn die letzte Schleuse vor dem früheren Papstsitz erreicht ist und die grauen Mauern der Schleusenkammer den Blick auf Avignons beeindruckende Silhouette freigeben. Die Fahrt geht weiter, geradewegs auf den trutzigen Papstpalast zu, aus dem prachtvoll die romanische Kathedrale Notre-Dame des Doms in den Himmel ragt. Avignon ist ein Traum – der auch auf eigene Faust Spaß macht. Wer sein Schulfranzösisch zum Einsatz bringen will und ohne eine Gruppe im