Volle Leistungskraft für Lust und Last

Motor / 28.07.2017 • 08:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Übersichtliches Cockpit, gute Bedienbarkeit.
Übersichtliches Cockpit, gute Bedienbarkeit.

Der neue Mittelklasse-Kombi von Kia übt sich im Spagat aus Nutzwert und Fahrspaß.

kia. So richtig optimal ist es mit dem Mittelklassetyp Optima für Kia wahrlich noch nicht gelaufen. Im Vergleich mit den Markenbrüdern im Kompaktformat, die in der Gunst der Autokäufer längst eine feste Größe sind, ist das stattliche Stufenheckmodell bislang im Schatten der Aufmerksamkeit echter Limousinenfans unterwegs.

Inzwischen tischen die Koreaner aber mit dem Optima Sportswagon (SW) ein Auto-Menü auf, das die Anhänger von Kombinationskraftwagen auf den Geschmack für den Kia-Kandidaten bringen sollte. Nicht nur, dass der neue Lademeister im gefälligen europäischen Straßenanzug vorfährt. In der GT-Version, mit der wir im VN-Test unterwegs waren, steckt jede Menge Motormuskelkraft, die den Optima SW zum knackigen Fracht-Express macht. Der sportliche Charakter des 4,85-Meter-Kombi soll nicht nur schnelle Handwerker begeistern, sondern auch Freizeitaktivisten locken. Kenner identifizieren den verschärften Optima SW außen an den speziellen Lufteinlässen, Seitenschwellern und der zweiflutigen Auspuffanlage. Innen gibt’s ein abgeflachtes Sportlederlenkrad, Alu-Look sowie Sportledersitze, aufgepeppt mit roten Ziernähten.

Auf Knopfdruck meldet sich der 2,0-l-Turbobenziner mit knurriger Brummfrequenz zum Dienst. In Fahrt gebracht, nimmt der 245 PS starke und 1600 Kilo schwere Eiltransporter den Asphalt mit gierigem Vorwärtsdrang unter die Räder. Das straff-komfortabel abgestimmte Fahrwerk unterstreicht die forsche Gangart des Sportswagon. Der Optima GT lässt sich leicht und exakt einlenken und umrundet Kurven früh untersteuernd. Die Federung bügelt die meisten Unebenheiten sauber aus, kaum einmal, dass Stöße in den Innenraum durchdringen und sie einem so richtig ins Kreuz gehen.

An Bord herrscht viel Bewegungsfreiheit mit erhöhtem Reck- und Streckfaktor vor, auch Fondpassagiere müssen keine Einschränkungen hinnehmen. Das macht den Optima SW zum angenehmen Reisemobil, aus dem man nach längerer Fahrt entspannt aussteigt. Und schließlich ist da noch die sensorgesteuerte Heckklappe mit viel dahinter. Der Optima SW taugt zum Packesel. Bei flachgelegter Rückbank offeriert er 1686 Liter Kofferraumvolumen. Da passt locker die Heimwerkerleiter samt Farbkübeln und Tapeziertisch hinein. Die Ladekante ist nicht zu hoch, indes besteht beim Einräumen in die Tiefe des Stauraums schon eine gewisse Verrenkungsgefahr.

Eindruck: ein rau-kräftiger Turbomotor mit einigermaßen durstigem Temperament, wertiger Materialmix, gute Verarbeitung, mit vielerlei modernen Komfortfeatures und Assistenzsystemen ausgestattet, hat der Optima GT auch einen stattlichen Preis

Eindruck: ein rau-kräftiger Turbomotor mit einigermaßen durstigem Temperament, wertiger Materialmix, gute Verarbeitung, mit vielerlei modernen Komfortfeatures und Assistenzsystemen ausgestattet, hat der Optima GT auch einen stattlichen Preis

Der Kia Optima GT Sportswagon ist ein ebenso dynamischer wie praktischer Lastenträger ohne Krawall-Auftritt. Fotos: VN/Steurer
Der Kia Optima GT Sportswagon ist ein ebenso dynamischer wie praktischer Lastenträger ohne Krawall-Auftritt. Fotos: VN/Steurer
Das GT-Heck signalisiert Temperament.
Das GT-Heck signalisiert Temperament.

Fakten

Motor/Antrieb: Vierzylinder-Turbobenziner, 245 PS, 350 Nm bei 1350 bis 4000 U/min, Frontantrieb, Sechsgangautomatik

Fahrleistung/Verbrauch: 0 auf 100 km/h in 7,6 Sek., Spitze: 240 km/h, EU-Verbrauch: 8,2 l (191 g CO2/km), Testverbrauch: 9, 4 l Super

Preis: Grundpreis: 50.190 Euro, Testwagen: 51.790 Euro