Wallner hat harte Tour vor sich

Vorarlberg / 28.07.2017 • 18:23 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
V. l.: „Dirty Harry“ (Witwer) mit „Big Harry“ (Köhlmeier) und „Happy Harry“ (Sonderegger).Foto: VN
V. l.: „Dirty Harry“ (Witwer) mit „Big Harry“ (Köhlmeier) und „Happy Harry“ (Sonderegger).Foto: VN

Bergfex. Dass er ein großes Faible für Klettertouren im Hochgebirge besitzt, hat LH Markus Wallner (50, VP) bereits mehrfach demonstriert. Wallners Kollegen auf der Regierungsbank, wie der ebenso begeisterte Bergfan Landesrat Johannes Rauch (58, Grüne) und dessen Parteikollegin Katharina Wiesflecker (53) sowie Statthalter Karlheinz Rüdisser (62, VP) und die Landesräte Christian Bernhard (53, VP) sowie Erich Schwärzler (64, VP) und Bernadette Mennel (57, VP), stellen Wallner vor eine besondere Herausforderung am Berg: Sie schenkten ihm nämlich zum 50. Geburtstag eine Klettertour mit dem Profikletterer Beat Kammerlander (58). Der bekannte Felsspezialist plant, den Frastanzer von der Gamsfreiheit über die legendäre Sporaplatte auf den Drusenturm zu führen. Nachdem dort auch ein Schwierigkeitsgrad von fünf in der zehnteiligen Skala zu bewältigen ist, dürfte Wallner bereits seit geraumer Zeit intensiv am Trainieren sein.

 

Timing. Vier große Projekte: die Erweiterung des Stadtspitals, der Neubau der Volksschule Haselstauden, das Polizeigebäude am Bahnhof und eine neue Stadtbücherei werden demnächst in Angriff genommen oder befinden sich bereits im Bau. Dafür gibt es in der Stadtvertretung breite Unterstützung. Auch Dornbirns roter Stadtrat Gebhard Greber (61, SP) applaudiert, verweist aber auf eine Besonderheit des Zeitplans: Die Fertigstellung der teuren Bauvorhaben erfolgt durchwegs ausgerechnet vor einem wichtigen Wahlgang. Für den roten Stadtrat ein klares Indiz für ein wahltaktisches Timing der Mehrheitspartei: „Ein Schelm, wer auf einen Zusammenhang zu den Gemeindewahlen im Frühjahr 2020 hinweist.“ Bürgermeisterin Andrea Kaufmann (47, VP) und auch ihr Vizestadtchef Martin Ruepp (61, VP), die sonst immer zu kontern wissen, nahmen diesmal Grebers Meldung schmunzelnd zur Kenntnis.

 

Dirty Harry. Bürgermeister Harald Witwer (40, VP) aus Thüringen ist nicht erst seit seiner Wahl zum ÖAAB-Landeschef eifrig auf sozialen Netzwerken unterwegs. So postete er ein Foto vom 64. Österreichischen Gemeindetag in Salzburg und schrieb darunter: #proudtobeharry („stolz, ein Harald zu ein“) und verpasste dabei seinen Namenskollegen Gemeindechef Harald Köhlmeier (44, VP) und LT-Präsident Harald Sonderegger (53, VP) gleich Spitznamen: Köhlmeier geht als „#bigharry“ durch und Sonderegger wird „#happyharry“ genannt. Sich selbst betitelte Witwer übrigens als „#dirtyharry“. Sinn für Humor bewies Witwer auch bei einer Charity-Aktion rund um das Moldawien-Projekt von Altbürgermeister Hans Kohler (70, VP): Neben Eindrücken während der abenteuerlichen Überstellungen von alten Feuerwehrautos von Vorarlberg nach Moldawien sorgte vor allem ein Foto von Witwer in einer moldawischen Feuerwehruniform für Reaktionen, mit einem Augenzwinkern wurde der Bürgermeister dabei gar mit einem Diktator verglichen.

Zitate der Woche

Ich bin offensichtlich ein konsequenter Rechtslinker und gleichzeitig ein Linksrechter.

Peter Pilz, Listengründer

 

Ich werde mir vermutlich an manchen Stellen noch ein wenig mehr Hornhaut zulegen müssen.

Maria Großbauer, Opernball­chefin und VP-Kandidatin

 

Ich bin älter und besonnener geworden. Obwohl ich eigentlich nicht älter aussehe, Petzner ist Petzner geblieben.

Stefan Petzner,
Ex-BZÖ-Politiker

 

Wir Menschen sind es, die die Zukunft so mancher Tiere bestimmen.

Hubert Schatz, Wildbiologe,
im VN-Interview