Altach für einmal kalt erwischt

Sport / 30.07.2017 • 22:46 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Bitter für die SCRA-Spieler (im Hintergrund), denn die Admiraner Lukas Grozurek, Daniel Toth und Stephan Zwierschitz (von links) bejubeln den Führungstreffer.Foto: gepa
Bitter für die SCRA-Spieler (im Hintergrund), denn die Admiraner Lukas Grozurek, Daniel Toth und Stephan Zwierschitz (von links) bejubeln den Führungstreffer.Foto: gepa

Innert 300 Sekunden war die erste Saison-niederlage (1:4) bei der Admira perfekt.

Maria Enzersdorf. Im achten Pflichtspiel ist es passiert, die erste Niederlage des Cashpoint SCR Altach ist Fakt. Beim 1:4 in der Südstadt gegen die Admira wirkte die auf fünf Positionen veränderte Vorarlberger Elf nicht spritzig genug, um sich gegen eine aggressive Gastgeberelf zur Wehr zu stellen. Die 30-stündige Anreise nach Wien zeigte doch mehr Wirkung als man es sich vor Spielbeginn eingestehen wollte. Dabei hätte alles wie gewohnt beginnen können. Denn nach 146 Sekunden lief der Ball ein erstes Mal schön durch die Reihen: Gebauer auf Dobras und der legte auf für den heranbrausenden Galvão. Der Schuss des Brasilianers aber wird von Admira-Goalie Andreas Leitner abgewehrt. Die Chance täuschte jedoch, weil man in weiterer Folge zu viele Fehler beging und den Südstädtern zu viele Räume offenbarte. Als dann eine verunglückte Kopfballabwehr von Kapitän Philipp Netzer das 0:1 einleitete, wurde man kalt erwischt. Dominik Starkl fing den Ball ab, schickte Lukas Grozurek und der ließ schließlich Torhüter Martin Kobras keine Abwehrmöglichkeit (19.). Nicht einmal 300 Sekunden später war die Partie schon fast entschieden. Grozurek war dieses Mal mit einem Ferserl der Vorlagengeber. Danach ging es schnell über Christoph Knasmüllner, Daniel Toth und Maximilian Sax. Letzterer schloss zum 2:0 für die Admira ab. Bezeichnenderweise hatten die Gastgeber in dieser Situation nicht nur Überzahl, unter all den Protagonisten wirkten auch jene von der Admira geistig frischer und auf den Beinen flinker.

Schließlich kam auch noch Pech hinzu, denn in der Nachspielzeit punkteten die Hausherren mit einer Freistoßfinte. Der Schuss von Daniel Toth aber wurde von Christian Gebauer, unhaltbar für Kobras, abgefälscht.

Umstellungen wirkten

„Wir wollten die Partie noch einmal drehen“, sagte Chefcoach Klaus Schmidt nach dem Spiel. Bewerkstelligt werden sollte es erstmal mit einer Umstellung, für Valentino Müller brachte er Simon Piesinger. Die Altacher waren nun auch präsenter, ohne allerdings vor dem Tor der Admira für mehr Gefahr zu sorgen. Hoffnung kam erst auf, als Hannes Aigner einen Foulelfmeter zum Anschlusstreffer verwandelte (78.). Vorausgegangen war ein Foul von Goalie Leitner an Aigner selbst. Es sollte aber ein kurzes Strohfeuer sein, denn die Minuten verstrichen ohne weitere Möglichkeit und in der Nachspielzeit fixierte die Admira den Endstand.

Lucas Galvão Da Costa Souza (im Bild gegen Stephan Zwierschitz) bei seinem Abschluss kurz nach Spielbeginn.Foto: apa
Lucas Galvão Da Costa Souza (im Bild gegen Stephan Zwierschitz) bei seinem Abschluss kurz nach Spielbeginn.Foto: apa