In kleinen Schritten zu neuem Zentrum

Vorarlberg / 30.07.2017 • 18:18 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der bestehende Dorfladen der Konsumgenossenschaft soll einem modernen Neubau weichen. Foto: VN/js
Der bestehende Dorfladen der Konsumgenossenschaft soll einem modernen Neubau weichen. Foto: VN/js

Projekt Dorfhus Düns etwas ins Stocken geraten. Detailplanungen im Gang.

Düns. (VN-js) Die beengten Platzverhältnisse im Ortszentrum stellten die Gemeindeverantwortlichen bei der Ausarbeitung des Projekts Dorfhus Düns von Beginn an vor eine große Herausforderung. Wie bereits mehrfach berichtet, soll auf dem Grundstück der Konsumgenossenschaft, auf dem der bestehende Dorfladen situiert ist, sowie der angrenzenden Liegenschaft, die sich im Besitz der Gemeinde befindet, im Herzen der Dreiklang-Gemeinde ein neues Gebäude realisiert werden.

Unter dem Titel „Dorfhus Düns“ war im Zuge des Leaderprojekts „Dreiklang IV“ im Vorjahr ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben worden. „Der Plan sieht vor, dass im Neubau ein neues Lebensmittelgeschäft, ein Gastronomiebereich in Kombination mit einem öffentlichen Raum, eine Bücherei, das Dreiklang-Büro, ein Sozialraum sowie vier bis fünf Mietwohnungen untergebracht werden sollen“, hatte Bürgermeister Gerold Mähr im Vorfeld des Wettbewerbs angekündigt. Auch ein Arztzimmer sei im Neubau vorgesehen, um künftig eine Arztsprechstunde anbieten zu können, so Mähr damals.

Nach einem intensiven Jurytag war die Wahl der Fachjury sowie der Ortsvertreter schließlich einstimmig auf den Entwurf von Dorner/Matt Architekten gefallen. Seit dem Beschluss der Gemeindevertretung ist nun allerdings etwas Sand im Getriebe. Die Detailplanung erweist sich aktuell nämlich als zäher als ursprünglich angenommen. „Bei der nochmaligen Überarbeitung der Pläne entschloss man sich dazu, den Grundriss etwas in die Breite zu ziehen“, informiert Mähr. Diesbezüglich sei man sich mit den Nachbarn zwar handelseins, bei der Höhe des Gebäudes gehen die Vorstellungen der beiden Parteien aber noch auseinander. „Ich bin überzeugt, dass wir in naher Zukunft eine Einigung erzielen werden, die für alle Beteiligten passt, um dann in der zweiten Jahreshälfte die Endplanung in Angriff nehmen zu können“, zeigt sich der Gemeindechef zuversichtlich.

Wohnungen benötigt

Insbesondere die Anzahl der Wohnungen liegt Mähr dabei am Herzen. „Da wir als Gemeinde derzeit keine Wohnungen zur Verfügung stellen können, liegt mir viel daran, die mögliche fünfte Wohnung im Neubau unterzubringen. Dies geht aber nur mit einer entsprechenden Gebäudehöhe“, so der Bürgermeister. „Die Wohnungen sind barrierefrei zugänglich und wären als Start- oder betreute Wohnungen geeignet“, sieht Mähr im Neubauprojekt die große Chance, den Wohnungsbedarf in seiner Gemeinde zumindest vorübergehend zu decken. War ursprünglich von einem Baubeginn 2017 die Rede, so wird dieser wohl frühestens im Frühjahr 2018 erfolgen können. Ob die ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro halten, bleibt ebenfalls abzuwarten.

Bei der Überarbeitung der Pläne entschloss man sich dazu, den Grundriss etwas in die Breite zu ziehen.

Bgm. Gerold Mähr