Wasserrationierung in Rom vorerst vom Tisch

Welt / 30.07.2017 • 22:50 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Rom. Die anhaltende Trockenheit und Hitze hat zu einer Wasserknappheit in Rom geführt. Zeitweise drohte sogar eine Rationierung des Trinkwassers. Doch das ist vorerst vom Tisch. Die Region Latium einigte sich mit dem Wasserversorger Acea, dass doch noch bis 1. September Wasser aus dem nahegelegenen Bracciano-See gepumpt werden darf. Allerdings weniger als bisher, sagte der Präsident der Region, Nicola Zingaretti.

Der Wasserversorger hatte mit einer Wasserrationierung in der Millionenstadt gedroht, falls wie von den Behörden zunächst angeordnet, kein Wasser mehr aus dem nahegelegenen See entnommen werden dürfe. Rom bezieht acht Prozent seines Wassers aus dem nördlich gelegenen Bracciano-See. Dessen Wasserstand ist allerdings so stark abgesunken, dass eine Umweltkatastrophe droht, wie die Behörden warnten. Acea ist ein privates Unternehmen, das aber auch aus öffentlichen Geldern finanziert wird. Jahrelang wurde dort verschlafen, die maroden römischen Wasserleitungen zu sanieren.

Roms Bürgermeisterin Virginia Raggi hatte angesichts des Wassermangels die italienische Regierung zur Hilfe aufgefordert. „Es ist untragbar, dass Rom des Wassers beraubt wird“, erklärte Virginia Raggi auf Facebook. Die Regierung müsse mit „den Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen“ intervenieren.