Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Vorarlberg / 31.07.2017 • 18:38 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Die Helfer packen fleißig an. Am Montag wurde die „Mohren Zirkus Bühne“ aufgebaut.
Die Helfer packen fleißig an. Am Montag wurde die „Mohren Zirkus Bühne“ aufgebaut.

Freiwillige Helfer klotzen bei den Vorbereitungen fürs Szene Openair richtig ran.

Tanja Schwendinger

Lustenau. Es wird gehämmert, gebohrt, geschliffen und geputzt. Am Montagmittag tummeln sich am Alten Rhein in Lustenau rund 70 freiwillige Helfer sowie Bühnenarbeiter, um das Gelände für das Szene Openair festivaltauglich zu machen. Es werden Kanalanschlüsse installiert, Zäune aufgestellt, Elektroinstallationen errichtet, Sanitäranlagen angeschlossen und Zelte aufgebaut. „Wir liegen perfekt im Zeitplan, auch wenn wir regenbedingt zwischenzeitlich pausieren mussten“, berichtet Festival-Chef Hannes Hagen (44). Bereits am Samstag kam das Herzstück des Festivals, die 100 Tonnen schwere Hauptbühne, aus Kroatien angerollt. „Jetzt müssen die Bühnen nur noch mit professionellen Licht- und Tonanlagen ausgestattet werden“, informiert Hagen.

„Zelthotels ausverkauft“

Isabella (21) ist schon zum dritten Mal als freiwillige Helferin im Einsatz. „Ich bin hauptsächlich für den Aufbau zuständig. Es macht Spaß, mit solch einem tollen Team zu arbeiten“, schwärmt die 21-Jährige, während sie der Künstlergarderobe den letzten Feinschliff verpasst. Einige Meter weiter stampfen die männlichen Helfer mit viel Einsatz die „Mohren Zirkus Bühne“ aus dem Boden. Dort werden an drei Tagen vor allem Newcomerbands für Stimmung sorgen.

Was jetzt noch folgt, ist die Inbetriebnahme des Geländes sowie der Aufbau der 80 Zelthotels. „Diese sind seit heute ausverkauft“, freut sich Hagen. Kein Wunder, bieten die „Luxuszelte“ doch bequeme Matratzen und Decken, ein Frühstücksäckchen, eine Hotelrezeption sowie einen eigenen Weckservice. Insgesamt hat das restliche Campingareal Platz für rund 1000 Zelte. „Ungefähr die Hälfte der Festivalbesucher machen von diesem Angebot jedes Jahr Gebrauch.“

Heute gehen die Aufbauarbeiten am Alten Rhein in die finale Phase. Dann wird besonderes Augenmerk auf die Gastronomie gelegt. Schließlich gilt es über 20.000 hungrige Festivalmäuler sowie rund 60 Bands mit einem breiten Speiseangebot zu versorgen. „Für die Künstler richten wir eine Backstage-Küche ein“, verrät Hagen. Den Besuchern stehen auf dem gesamten Gelände insgesamt sechs Bars und acht Stände auf der Street-Food-Meile zur Verfügung. An den Bars werden heuer über 30.000 Liter Bier ausgeschenkt. Eine unterirdische, 50 Meter lange Pipeline sorgt dabei ständig für Nachschub.

Stromverbrauch

Nicht zu unterschätzen ist auch der Stromverbrauch des Festivals. „Wir benötigen in etwa so viel Energie, wie rund 140 durchschnittliche Haushalte zur selben Zeit verbrauchen“, weiß Hagen.

Rund 400 ehrenamtliche Helfer kümmern sich während der drei Festivaltage um einen reibungslosen Ablauf des Openairs. Hannes Hagen blickt der 28. Ausgabe des Festivals optimistisch entgegen. Der Vorverkauf laufe nämlich ausgezeichnet: „Über 90 Prozent der Tickets sind bereits verkauft. Heuer rechnen wir mit einem ausverkauften Festival“,  sagt Hagen. Und auch das Wetter sollte sich laut Prognosen – mit Ausnahme einiger Hitzegewitter – von seiner schönsten Seite zeigen.

Die Künstlergarderobe bekommt den letzten Feinschliff.
Die Künstlergarderobe bekommt den letzten Feinschliff.
Freiwillige Mitarbeiter umzäunen das gesamte Festivalgelände.
Freiwillige Mitarbeiter umzäunen das gesamte Festivalgelände.
Die Vorbereitungen für das Lustenauer Szene Openair laufen auf Hochtouren. Fotos: VN/Steurer
Die Vorbereitungen für das Lustenauer Szene Openair laufen auf Hochtouren. Fotos: VN/Steurer

28. Szene Openair: 3. bis 5. August 2017 am Alten Rhein in Lustenau. www.szeneopenair.at