Mitfiebern ist angesagt bei Ländle-Kickerinnen

Sport / 31.07.2017 • 21:30 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Die VN sprachen mit Vorarlbergs Fußballerin des Jahres und Nachwuchshoffnungen.

Schwarzach. Sie steckt inmitten der Vorbereitung auf die neue Saison, doch die EM in den Niederlanden lässt sich Sabrina Horvat nicht entgehen. Offen geht Vorarlbergs Fußballerin des Jahres 2016 mit ihrer Enttäuschung um, nicht einmal in den erweiterten Kreis der Nationalmannschaft eingeladen worden zu sein. „Klar wäre ich gerne dabei, aber ich freue mich natürlich riesig mit den Mädels“, sagt die Basel-Legionärin. Immerhin pflegt sie regen WhatsApp-Austausch mit ehemaligen Weggefährtinnen oder Freundinnen aus dem aktuellen EM-Kader wie Marina Georgieva, Viktoria Pinther oder Nicole Billa. Auch dass nach dem Sieg von Österreich zum EM-Start gegen die Schweiz (1:0) auch der „eine oder andere Schmäh“ in der Mannschaft lief, verhehlt sie nicht. „Das musste sein“, schmunzelt sie in Richtung ihrer Basler Klubkolleginnen.

Ihr persönliches Ziel? „Keine Frage, ich würde gerne für die Nationalelf spielen“, so die universell einsetzbare Mittelfeldspielerin. Dafür arbeitet die Höchsterin im Training für die Ende August mit der ersten Cuprunde beginnende Saison in der Schweiz. Was das ÖFB-Team betrifft, so traut sie der Mannschaft nun alles zu. „Eine so gute Chance auf ein EM-Finale gibt es vielleicht nie mehr“, sagt Horvat. Zugleich warnt sie davor, den 4:2-Testspielsieg über Dänemark überzubewerten. „Auf die leichte Schulter nehmen, das geht nicht.“

Mit dem FFC Vorderland ist Vorarlberg in dieser Saison in der österreichischen Frauen-Bundesliga vertreten. Los geht es für den Aufsteiger am 15. August mit dem ÖFB-Cupspiel beim SV Innsbruck. Im Team von Vorderland befinden sich mit Anna Bereuter, Jana Sachs, Selina Gmeiner und Sarah Schneider auch drei hoffnungsvolle heimische Spielerinnen, wobei die erst 15-jährige Bereuter dem U-17-Teamkader angehört. „Cool, dass die Damen so weit gekommen sind“, freut sich die Lochauerin über den Halbfinaleinzug. Zugleich gesteht sie, dass sie vom Erfolg selbst überrascht war. Jedenfalls kann sie sich durchaus vorstellen, dass nun das Erreichen des Endspiels möglich wäre. Für Bereuter persönlich ist das Nationalteam das große sportliche Ziel. „Ich will so hoch wie möglich spielen. Jetzt möchte ich mir als Erstes einen Stammplatz bei Vorderland erkämpfen.“ Dasselbe Ziel verfolgt Selina Gmeiner (17). Die Defensivspielerin, die ebenfalls schon einmal im Frauensportzentrum in St. Pölten vorspielte, hat bis zur U-16 mit den Jungs des TSV Altenstadt gespielt. Sie findet es nur „super, dass Österreich im Halbfinale steht. Normal sind ja die Deutschen vorne.“ Vor dem TV hat sie die Spiele mitverfolgt. „Cool“, nennt sie die ÖFB-Auftritte. Jetzt, so ist sie überzeugt, ist das Finale möglich.

Vor Ort in den Niederlanden war Jana Sachs (16). Zusammen mit ihrem Vater schaute sie sich drei EM-Spiele an, so auch die Partie der Österreicherinnen gegen Frankreich. Den Erfolg hat sie so nicht erwartet. „Ich freue mich extrem für die Mädels“, sagt die Außenverteidigerin, die im erweiterten U-19-Teamkader steht. Das A-Team ist auch ihr Ziel, aber: „Da ist noch einiges zu tun. Jetzt drücken ich ihnen die Daumen.“

Selina Gmeiner und Sarah Schneider (v. l.) in Aktion.Vorderland/4
Selina Gmeiner und Sarah Schneider (v. l.) in Aktion.Vorderland/4
Sabrina Horvat hat mit dem FC Basel große Ziele.Hepberger
Sabrina Horvat hat mit dem FC Basel große Ziele.Hepberger