Unwetter in Schweiz fordern erstes Opfer

Welt / 31.07.2017 • 22:59 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Chur. Bei schweren Unwettern in der Schweiz ist eine Zwölfjährige ums Leben gekommen. Das Mädchen aus Lettland wurde Montagfrüh in einem Zelt von einem umstürzenden Baum erschlagen, teilte die Polizei des Kantons Bern mit. Der Unfallort lag in Bönigen bei Interlaken. Auch eine Frau wurde dabei verletzt. Der Osten der Schweiz kämpfte unterdessen weiter mit den Folgen des starken Regens. Das Tal Val S-charl bei Scuol an der Grenze zu Italien bleibt wegen Murenabgängen für etwa eine Woche komplett für den Verkehr gesperrt. Die Räumungsarbeiten auf der Talstraße liefen am Montag an. Heftige Regenfälle hatten die Hänge des Tals in Graubünden ins Rutschen gebracht. Etwa 50 Menschen mussten nach Angaben der Behörden bisher mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht werden.

Auch in anderen Gebieten in den Kantonen Graubünden und Tessin traten wetterbedingte Probleme auf. Am Flueelapass wurde eine Mitfahrerin auf einem Motorrad von einem herunterfallenden Stein an der Schulter getroffen und leicht verletzt. Auf mehreren Bahnstrecken kam es wegen umgefallener Bäume auf den Schienen zu Behinderungen. Ein Kinder-Zeltlager musste am Wochenende in Engelberg abgebrochen werden. In Chur rückten die Einsatzkräfte wegen überfluteter Keller und Straßen aus.