Zwangsquoten in Schulen und ­Kindergärten

Leserbriefe / 31.07.2017 • 18:12 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zum Kommentar von Kathrin Stainer-Hämmerle „Absurd, populär, populistisch“, VN vom 26. Juli:

Kathrin Stainer-Hämmerle kritisiert in ihrem Kommentar, ich würde eine „Quote von maximal 30 Prozent für Kinder mit anderen Muttersprachen an Kindergärten und Schulen“ fordern, dieser Vorschlag disqualifiziere sich aufgrund der demografischen Daten in Wien mathematisch. Das wäre richtig, wenn ich das so gefordert hätte. Habe ich aber nicht. Ich darf daher einen Wunsch anfügen: Ich erwarte mir, dass eine Politologin mehr als eine Überschrift in Pressemeldungen liest. Tatsächlich habe ich davon gesprochen, dass es ideal (!) wäre, wenn Kindergartengruppen und Schulklassen möglichst gut durchmischt sind und die zitierte Quote, wenn möglich (!), nicht überschritten wird. Zudem habe ich angefügt, dass ich von Zwangsquoten nichts halte und es gerade in Wien nicht machbar ist, diese Durchmischung zu erreichen. Daher habe ich auch angeführt, mit welchen Modellen eine bessere Sprachförderung (als sie in Kindergärten und Schulen bislang praktiziert wird) gewährleistet werden könnte. Dabei geht es vor allem darum, dass Kindergärten und Schulen mit größeren Herausforderungen auch mehr Geld bekommen.

Dr. Harald Walser,

Zum Sand, Altach