Die Familien sollen sich wohl fühlen

Vorarlberg / 01.02.2018 • 17:07 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Experten aller Fachrichtungen tauschten sich beim großen Netzwerktreffen in Dornbirn über das Thema Kindeswohl aus. STADT
Experten aller Fachrichtungen tauschten sich beim großen Netzwerktreffen in Dornbirn über das Thema Kindeswohl aus. STADT

Dornbirn will mit neuen Angeboten Chancengerechtigkeit erhöhen.

Dornbirn Familienfreundlichkeit hat in der größten Stadt des Landes einen besonderen Stellenwert. Ein Beispiel ist das Modell „Dornbirn lässt kein Kind zurück“, das gemeinsam mit anderen Gemeinden des Landes immer weiter entwickelt wird. Kürzlich lud die Stadt 160 Fachleute aus zahlreichen Fachgebieten zu einem Netzwerktreffen ein.

Von der Geburt bis zum Eintritt ins Berufsleben stehen Eltern und Kinder immer wieder vor neuen Herausforderungen. Meilensteine sind unter anderem der Eintritt in den Kindergarten oder in die Schule. Übergänge, die eine gute Vorbereitung erfordern, weiß der Psychologe Wilfried Griebel, einer der Referenten. Bürgermeisterin Andrea Kaufmann lädt nicht nur Eltern ein, die verschiedenen Angebote der Stadt in Anspruch zu nehmen: „Wenn sich alle, die mit Kindern in Dornbirn zu tun haben, untereinander vernetzen, austauschen und gut kennen, dann können Probleme frühzeitig erkannt und gelöst werden.“

An bereits bestehenden Angeboten und Einrichtungen fehlt es in Dornbirn nicht. Die Stadtchefin verweist unter anderem auf den Verein „Familienfreundliches Dornbirn“, der im „Treffpunkt an der Ach“ mit rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unter anderem eine Spielgruppe oder ein Eltern-Kind-Zentrum betreibt und auch in Erziehungsfragen berät. Noch im Laufe dieses Jahres soll der Treffpunkt zu einem Familienzentrum mit neuen Angeboten ausgebaut werden.

Kleinkinderbetreuung

Laufend verbessert wird die Betreuung von Kindern vor dem Eintritt in die Schule, auch weil der Bedarf ständig ansteigt. „Aktuell werden bei Tagesmüttern, in Spielgruppen und Kleinkinderbetreuungseinrichtungen 963 Mädchen und Buben betreut“, nennt Kaufmann die neuesten Zahlen. In den Dornbirner Kindergärten befinden sich derzeit 1118 Kinder in der Obhut von 215 Kindergartenpädagoginnen und -assistentinnen. Ständig größer wird die Zahl jener Kinder, die aus verschiedenen Gründen eine besondere Betreuung benötigen.

Die Bürgermeisterin betont: „Wir sind als familienfreundlicher Betrieb ausgezeichnet und wurden im Rahmen des Programms `familieplus´ als familienfreundlichste Stadt Vorarlbergs mit der höchsten Punktezahl bewertet.“ Geplant sind nicht nur weitere Treffen von Experten, sondern die Umsetzung konkreter Maßnahmen, von Familiensprechstunden bis zur Neuorganisation des Baby-Start-Pakets. ha