„Mir ist ein Stein vom Herzen gefallen“

Wohin / 01.02.2018 • 11:33 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Spektakulär und fantasievoll: „Afrika! Afrika!“  showfactory
Spektakulär und fantasievoll: „Afrika! Afrika!“  showfactory

„Afrika! Afrika!“-Produzent Hubert Schober über die Show, das Team und die Aufregung der Premiere.

schwarzach Im Mai ist die Erfolgsshow „Afrika! Afrika!“ mit zahlreichen Neuentdeckungen, Highlights aus zehn Jahren und erstmalig mit einem Elefanten – per LED-Wand – in Bregenz zu erleben. Die VN sprachen mit dem Produzenten Hubert Schober über die spektakuläre Show.

 

Herr Schober, Sie haben die ursprünglich von André Heller ins Leben gerufene Show „Afrika! Afrika!“ neu produziert. Was waren dabei die größten Herausforderungen?

Schober Die größte Herausforderung in diesem Fall war es, mit ca. 90 Leuten zusammenzuarbeiten. Und von diesen 90 Leuten war der Großteil Artisten und Tänzer aus 11 verschiedenen afrikanischen Ländern mit unterschiedlichem religiösen und kulturellen Background, mit unterschiedlichen Sprachen. Diesen Flohzirkus unter einen Hut zu bringen, war wirklich eine Herausforderung.

 

Gibt es noch Gemeinsamkeiten mit André Hellers Version oder ist die neue Show komplett anders?

Schober Das Grundprinzip einer afrikanischen Show mit Live-Musik, Tanz und Artistik wurde natürlich beibehalten, ansonsten haben wir eigentlich keinen Stein auf dem anderen gelassen. Es sind noch zwei Acts, die man aus älteren Produktionen kennt, erhalten geblieben, die restliche Show haben wir in Anführungszeichen neu erfunden. Wir haben auch neue Akzente gesetzt, indem wir etwa einen sehr ruhigen Act sowie einen ägyptischen Tanura-Tänzer in die Show integriert haben. Das sind ganz neue Spots, die so noch nicht vorgekommen sind.

 

Die Regie führt Georges Momboye, der bereits von 2005 bis heute bei allen Produktionen als Tänzer, Choreograf und rechte Hand von André Heller agierte. Wie war die Zusammenarbeit mit ihm?

Schober Da muss ich ein großes Lob aussprechen. Nicht nur Georges Momboye, sondern dem ganzen Kreativ-Team. Nach minimalen Anlaufschwierigkeiten wurden ich und diese ganzen Kreativköpfe, die ja alle Genies auf ihrem Gebiet sind – und ein Genie hat ja auch immer ein Portion Egozentrizität in sich – ein homogenes und sehr kreatives Team geworden. Mit höchster Wertschätzung auch gegenüber den anderen.

Wie viele Künstler wurden für diese Show engagiert?

Schober Es sind genau 69 Artisten, Tänzer und Musiker.

 

Was möchte „Afrika! Afrika!“ den Zuschauern mitgeben?

Schober Wir möchten gute Unterhaltung bieten und den Zuschauer mit einem frohen Herzen und einer tiefen Sympathie für Afrika aus der Show entlassen. Wir möchten für diesen von Armut, Krankheit und Kriegen gebeutelten Kontinent werben und ein positives Afrikabild zeigen. Afrika ist ja ein sehr vielfältiger Kontinent und ich glaube, das sieht man auch in dieser Show.

 

Kürzlich fand die Premiere von „Afrika! Afrika“ statt. Waren Sie zufrieden? 

Schober In meiner 30-jährigen Karriere ist mir noch nie so ein riesiger Stein vom Herzen gefallen. Wir hatten mit sehr komplizierten Probenbedingungen zu kämpfen – zu wenig Zeit, es gab Verletzte, Flüge kamen zu spät an . . . Aber wir haben das super gemeistert, hatten am Ende jedoch einfach eine Woche zu wenig Probenzeit. Von daher haben wir die Premiere mit mulmigem Gefühl erwartet. Die Show ging aber ohne gröbere Fehler über die Bühne, wir hatten sogar während der Show Standing Ovations, was sehr selten ist, und am Ende lang anhaltende Standing Ovations. Die Leute haben uns gefeiert, wir waren überglücklich. VN-EA 

Zur Person

Hubert Schober

Geboren 8.11.1959

Wohnort Parkstein in der Oberpfalz

Familienstand verheiratet, 2 Kinder

Lebensmotto Wir schaffen das!

Afrika! Afrika!: 9. bis 13. Mai im Bregenzer Festspielhaus. Karten/Infos: Vorverkaufsstellen und oeticket.com sowie www.showfactory.at