Mit Thiem ist das Davis-Cup-Team haushoher Favorit

Sport / 01.02.2018 • 20:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der Feldkircher Philipp Oswald (l.) wird mit dem frischgebackenen Australian-Open-Sieger Oliver Marach (r.) das Doppel bestreiten.gepa
Der Feldkircher Philipp Oswald (l.) wird mit dem frischgebackenen Australian-Open-Sieger Oliver Marach (r.) das Doppel bestreiten.gepa

Österreichische Tennis-Herren treten in Bestbesetzung gegen Weißrussland an.

st. pölten Mit zwei Weltranglisten-Sechsten und damit einer Aufstellung eines starken Weltgruppen-Teams nimmt Österreichs Davis-Cup-Mannschaft heute den Tennis-Heimländerkampf gegen Weißrussland in Angriff. Gerald Melzer eröffnet das Erstrundenduell der Europa/Afrika-Zone I im VAZ Sankt Pölten um 15.00 Uhr (live ORF Sport +) gegen Ilja Iwaschka, danach spielt Dominic Thiem gegen Dzmitri Zhyrmont. Thiem hat sich offiziell erst am Dienstagabend via Facebook zum Antreten beim Event in seinem Heimat-Bundesland entschieden, er ist Weltranglisten-Sechster im Einzel. Der Sechste im Doppel heißt Oliver Marach, der Steirer ist als frisch gekürter Australian-Open-Gewinner in die niederösterreichische Landeshauptstadt gekommen. Zum Vergleich: Iwaschka ist als Ranking-190. der Beste in Weißrusslands Team, im Doppel steht Andrej Wasilewski auf Platz 53.

Österreichs Kapitän Stefan Koubek nimmt unter diesen Voraussetzungen die Favoritenrolle gerne an. „Favoriten waren wir schon vorher. Aber mit Dominic stehen wir noch einmal anders da, wir sind sicher haushohe Favoriten“, sagte der Kärntner nach der am Donnerstagvormittag im Beisein von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Landhaus vorgenommenen Auslosung. „Wir haben von der Besetzung ein Weltklasse-Team. Es ist echt super, dass alle gekommen sind.“

Unterschätzen will das Gastgeberteam die Weißrussen aber auf keinen Fall, schließlich gab es erst im vergangenen April eine 1:3-Niederlage. Damals aber auf Hartplatz und ohne Thiem. Diesmal mit ihm und auf Sand, dem allgemeinen Lieblingsbelag der ÖTV-Crew. Koubek warnte dennoch: „Wir müssen die Weißrussen ernst nehmen bis zum letzten Punkt.“ Fünfter ÖTV-Spieler ist Dennis Novak.

Nur noch „best of three“

Für Melzer bietet das Eröffnungsmatch gegen Iwaschka eine Gelegenheit zur Revanche. In Minsk kassierte der Niederösterreicher eine Viersatzniederlage. Eine perfekte Revanche an Iwaschka in Form eines Viersatzsieges wird ihm aber nicht möglich sein. Denn aufgrund einer Modusänderung wird unterhalb der Weltgruppe nur noch „best of three“ gespielt, zudem ist die Veranstaltung auf zwei Tage komprimiert. Für Samstag sind das Doppel und die verbleibenden zwei Einzel angesetzt. Neu sind auch Fünfer- statt Vierer-Teams. Das ist die einzige von allen Akteuren begrüßte Änderung.

„Ich finde das sehr gut, denn so haben wir fix ein Doppelteam dabei“, erklärte etwa der mit Marach für das Doppel nominierte Philipp Oswald. „So werden keine Einzelspieler genötigt, Doppel zu spielen.“ Dem „best of five“ trauert der Vorarlberger hingegen etwas nach. „Fünf Sätze hat mir schon getaugt, das gibt es im Doppel sonst nur in Wimbledon.“

„Favoriten waren wir schon vorher, mit Dominic sind wir sicher haushoher Favorit.“