Wechsel an der Vorarlberger Gärtner-Spitze

Vorarlberg / 01.02.2018 • 19:15 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Georg Müller hofft, dass künftig noch mehr auf regionale Produkte gesetzt wird. Müller
Georg Müller hofft, dass künftig noch mehr auf regionale Produkte gesetzt wird. Müller

Hohenems Im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems ist am Donnerstag die Jahreshauptversammlung der Vorarlberger Gärtner und der Werbegemeinschaft Vorarlberger Gärtner und Floristen über die Bühne gegangen. Dabei wurden nicht nur Ziele für das kommende Jahr definiert und Mitglieder geehrt. Es kam auch zu einem Wechsel an der Spitze. Der Thüriger Georg Müller (Ideengärtnerei Müller) wurde zum neuen Obmann gewählt. Er löst Markus Karg ab, der die Funktion bereits seit dem Jahr 2001 innehatte und einst jüngster Obmann Österreichs war. „18 Jahre sind genug“, meint Karg, der zwar in die zweite Reihe zurücktritt, aber weiterhin im Vorstand bleiben wird. Im Rahmen der Veranstaltung wurde der Gärtnermeister noch für 26 Jahre Funktionärstätigkeit geehrt.

Klare Ziele

Der neue Obmann Georg Müller hat die Schwerpunkte für die kommenden Jahre mit „Nachhaltigkeit und Kooperation im Gartenbau“ bereits klar definiert. „Es geht darum, dass giftfrei produziert wird und die Betriebe näher zusammenrücken“, führt der Thüriger im VN-Gespräch aus und fügt hinzu: „Es passiert jetzt schon viel in dieser Richtung und wird auf hohem Niveau gearbeitet. Dennoch wird es natürlich noch einiges an Schulungsmaßnahmen brauchen.“ Ziel sei auch, dass weniger importiert wird und mehr auf regionale Produkte gesetzt wird.

Was das Stichwort Bioproduktion angeht, so würden diese Waren zwar etwa 15 Prozent mehr Kosten verursachen. „Aber ich denke, dass die Vorarlberger bereit sind, für nachhaltige Produkte auch mehr zu zahlen.“

Durchschnittliches Jahr

Die Gärtner blickten bei der Jahreshauptversammlung aber nicht nur nach vorne, sondern ließen auch noch einmal das Jahr 2017 Revue passieren. „Aus Sicht der Gärtner war es ein passables Jahr. Auch das Gemüsejahr war durchschnittlich“, sagt Geschäftsführer Harald Rammel. Beim Frühjahrsfrost hätte es allerdings auch einige Gärtner im Land eiskalt erwischt. VN-mef

„Ich denke, dass die Vorarlberger bereit sind, für nachhaltige Produkte auch mehr zu zahlen.“