Das Maß der Kapazitäts-Talente ist die Euro-Palette

Motor / 02.02.2018 • 12:22 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Hyundai reichert mit dem H350 das Angebot an Kleintransportern um eine südkoreanische Variante – die in der Türkei gebaut wird – an.
Hyundai reichert mit dem H350 das Angebot an Kleintransportern um eine südkoreanische Variante – die in der Türkei gebaut wird – an.

Mit dem H350 ergänzt Hyundai das Portfolio der Leicht-Nützlinge.

Hyundai Der aufstrebende südkoreanische Autohersteller weitet das Modell-Portfolio kontinuierlich aus. Seit 2015 auch in der Leichttransporter-Klasse. Die war über lange Zeit in Europa lediglich durch den Mittelklasse-Kastenwagen H1 (Basis des Familien-Vans Starex) vertreten. Mit dem H350 stieg Hyundai ins Segment der bis zu 3,5 Tonnen (höchstzulässiges Gesamtgewicht ) schweren Nützlinge ein, worauf die Typenbezeichnung hinweist. Bei der Entwicklung des Kastenwagens (es gibt ihn auch als Pritsche und Fahrgestell) wurde als Ladekapazitätsmaß die Euro-Palette genommen. Vier beziehungsweise fünf davon können hineingeschlichtet werden: Er wird in zwei Längen – 5,515 oder 6,195 Meter – und mit zwei Radständen – 3,435 oder 3,670 Meter – angeboten. Die Höhe des Einzelkabiners mit zwei- beziehungsweise dreifacher Bestuhlung beträgt je nach Länge und Radstand 2,685 oder 2,690 Meter. Mit 690 Millimetern ist die Ladekante niedrig gehalten. Das Antriebs-Programm ist übersichtlich: Es gibt einen Vierzylinder-Diesel mit 2,5 Liter Hubraum. Der leistet entweder oder 150 oder 170 PS und ist mit manuellem Sechsgang-Schaltgetriebe kombiniert. Die Nutzlast kann zwischen 910 Kilogramm und 1,150 Tonnen betragen. Ausgeliefert wird der H350 mit einer seitlichen Schiebtür und einem zweiflügeligen Portal am Heck. Das ist serienmäßig um 180 Grad schwenkbar, optional um 270 Grad.

Bei der Inneneinrichtung wurde neben der Positionierung gut erreichbarer Ablagen Maß am Komfort der Pkw-Sparte genommen, ebenso an den Anforderungen betreffend Infotainment sowie Navigation, inklusive 12 Volt-, USB- sowie AUX-Anschlüssen. Allradantrieb ist keine Option, dafür wird serienmäßig eine Berganfahrhilfe mitgeliefert. Angesichts der Breite von nur knapp mehr als zwei Metern ist der Kasten-Südkoreaner auch für schmale Innenstadt- und Dorfgassen schlank genug.

Der Preis: ab 29.990 Euro netto. Das kostet der heckgetriebene Kastenwagen in Standard-Länge und -Höhe (L2H2), als 2,5 CRDi (2,5-Liter-Diesel) mit 150 PS und dem serienmäßigen manuellen Sechsgang-Schaltgetriebe in der Ausstattungsstufe „Eco“.

Mit unverkennbaren Hyundai-Details ist das Cockpit komfortabel gestaltet.
Mit unverkennbaren Hyundai-Details ist das Cockpit komfortabel gestaltet.