Reise / 02.02.2018 • 10:35 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tschechiens Hauptstadt Prag ist auch im Winter charmant. Aufwärmen kann man sich in einem der vielen Kaffeehäuser. shutterstock (5)
Tschechiens Hauptstadt Prag ist auch im Winter charmant. Aufwärmen kann man sich in einem der vielen Kaffeehäuser. shutterstock (5)

Berggeists Rübezahl – ist der prägende Gipfel: Winterwanderer und Langläufer genießen weite Blicke über Wälder und tief verschneite Bauden. Viele der traditionellen Berghütten sind bewirtschaftet und servieren kräftige Hausmannskost wie etwa die traditionelle Brotsuppe, Speckknödel oder Kuba, eine Spezialität aus Graupen und Pilzen. Im Verbund mit vier weiteren Skigebieten bietet Pec pod Snežkou (Petzer) rund um den Cerná hora knapp 45 Pistenkilometer.

Attraktiv für Familien

25 Pistenkilometer und mehrere Snowparks finden Ski- und Snowboardfahrer in Špindleruv Mlýn (Spindlermühle) im Herzen des Riesengebirges. Breite, von Wäldern geschützte Abfahrten machen das Angebot besonders für Familien sehr attraktiv. Generell gilt aber: Die Infrastruktur und die Angebots­palette wurden in den vergangenen Jahren immer stetig erweitert, Schneekanonen und moderne Liftanlagen wie etwa beheizte Sessellifte haben Einzug gehalten. Dazu sind die Preise moderater als in den Alpen.

Tschechiens berühmte Kurorte

Keine Lust auf Stadtbummel oder Skiabfahrten? Wer in der dunklen Jahreszeit lieber die Seele baumeln lassen und dem Körper etwas Gutes tun will, der ist in einem der berühmten Kurorte Tschechiens richtig. Das bekannteste der 28 Kurbäder ist zweifellos Karlovy Vary (Karlsbad), im Böhmischen Bäderdreieck gleich hinter der Grenze zu Bayern gelegen. Schon Goethe, Beethoven, Paganini und Casanova flanierten unter den Kolonnaden und tranken das zugegebenermaßen wenig schmackhafte Heilwasser. Den besten Ausblick auf die malerisch gelegene Kurstadt mit ihren Fassaden im Zuckerbäcker-Stil hat man vom Aussichtsturm Diana oberhalb des Grandhotels Pupp.

Zwölf mineralhaltige Quellen sprudeln in Karlovy Vary aus der Erde. Die heißeste ist 72 Grad Celsius warm. Genutzt werden sie vor allem in den zahlreichen Hotels für Kur- und Wellnessanwendungen aller Art. Ein Mineralbad mit Meeresalgen, eine Honigmassage oder ein Heilwickel mit Zimt sind in jedem Fall genau das Richtige, um an kalten Tagen in Tschechien wohlige Wärme zu genießen. srt/Sibylle von Kamptz