Sichere Jobs, steigender Gewinn

Markt / 02.02.2018 • 22:19 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Betriebsrat pocht darauf, dass in Vorarlberg die Arbeitsplätze erhalten bleiben.ZG
Betriebsrat pocht darauf, dass in Vorarlberg die Arbeitsplätze erhalten bleiben.ZG

Neuer Zumtobel-Chef Felder muss mehr als nur die Mitarbeiter motivieren.

Dornbirn Eigentlich freut man sich, wenn man auf der Karriereleiter eine Stufe höher steigt. Alfred Felder hat in der Zumtobel Group das Ende der Leiter erreicht, er ist „bis auf weiteres Sprecher des Vorstandes“, also Chef des Dornbirner Leuchtenkonzerns. Doch die Aufgaben, die er vor sich hat, sind alles andere als einfach zu lösen.

Das ist der neue Zumtobel-Chef

Alfred Felder, 1963 in Bruneck, Südtirol, geboren, ist seit November 2012 bei Zumtobel. Bis Oktober 2016 führte er den Komponentenhersteller Tridonic, seit 1. April 2016 ist er als Chief Operating Officeer im Vorstand. Von 1994 bis 2003 arbeitete er in verschiedenen Positionen bei Siemens, danach ebenfalls in verantwortlicher Stellung beim Zumtobel-Mitbewerber Osram. Seine ersten Aktivitäten als Vorstandschef formulierte er gegenüber den VN so: „Ich möchte die Aufgaben gemeinsam mit allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern angehen, Klarheit schaffen und uns auf das konzentrieren, was die Zumtobel Group ausmacht: Teamgeist, Kundenorientierung und Innovationskraft. Wir werden wieder alle gemeinsam an einem Strang ziehen, um den Aktionären Stabilität zu gewähren und unseren Kunden auch weiterhin ein verlässlicher und innovativer Partner zu sein.“

Was der Betriebsrat erwartet

In der Branche und in der Mitarbeiterschaft genießt Felder einen guten Ruf. „Für die 6500 Mitarbeiter weltweit braucht es Klarheit in der Führung, um gerade in einem aktuell schwierigen Marktumfeld wieder an die Erfolge des Unternehmens anknüpfen zu können“, erklärt Dietmar Dünser, EU-Betriebsratsvorsitzender der Zumtobel Group. Doch auch die Erwartungen sind hoch und konkret: Die Betriebsräte pochen auch auf bestehende Vereinbarungen. So soll die geplante Zusammenführung der Werke der Tridonic in der Färbergasse und der Zumtobel Lighting in der Schweizer Straße ohne betriebsbedingte Kündigungen durchgeführt werden.

Was Markt und Aktionäre wollen

Was die Kunden der Zumtobel-Firmen wollen, ist schnell gesagt, doch schwer zu erreichen: Sie wollen innovative Lichtlösungen und wahrscheinlich auch die vom bisherigen Zumtobel-Chef Ulrich Schumacher forcierten Servicelösungen, sie wollen die Flexibilität der neuen Marktteilnehmer und die Sicherheit des Konzerns. Und die Eigentümer des Konzerns, die Aktionäre, erwarten steigende Aktienkurse. Ein erster Schritt ist getan: Am Freitag stieg der Zumtobel-Kurs um 1,17 Prozent auf 9,52 Euro. VN-sca