Für Bach ist das CAS-Urteil enttäuschend

Sport / 04.02.2018 • 20:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
IOC-Chef Thomas Bach übt Kritik amSportgerichtshof. ap
IOC-Chef Thomas Bach übt Kritik am

Sportgerichtshof. ap

Chef des IOF fordert Reformen beim Sportgerichtshof.

PYeongchang Die Aufhebung der IOC-Sperren von 28 russischen Sportlern sowie die Reduzierung der Sanktionen für elf weitere durch den CAS ist beim Internationalen Olympischen Komitee nicht nur auf Unverständnis gestoßen. Vielmehr fordert das IOC nun eine Reform beim Internationalen Sportgerichtshof und habe dies auch bereits so mitgeteilt, wie Präsident Thomas Bach in Pyeongchang erklärte. „Diese CAS-Entscheidung ist extrem enttäuschend und überraschend für das IOC, damit hatten wir nicht gerechnet“, erklärte Bach und betonte, dass man außer der Pressemitteilung noch keine nähere Ausführung zu den Urteilsbegründungen erhalten habe. Dies könne bis Ende Februar dauern, was eine extreme Situation darstelle. Man habe deshalb darum gebeten, diesen Prozess zu beschleunigen. Denn erst nach Sichtung der Begründungen könne man eine Berufung gegen das Urteil prüfen.

Die Herangehensweise des CAS mache aber deutlich, dass es strukturelle Reformen brauche, sagte Bach. „Wir können nicht riskieren, dass der CAS seine Glaubwürdigkeit bei den Athleten verliert.“ Der CAS müsse sich so verändern, „dass die Qualität und die Beständigkeit seiner Rechtssprechung gewährleistet“ sei.

Nach dem Ausschluss des Russischen Olympischen Komitees von den Winterspielen in Südkorea hat das IOC nach sorgfältiger Prüfung 169 Sportler als neutrale Athleten zugelassen. Nach dem CAS-Urteil mit der Aufhebung lebenslanger Sperren wird nun ein Startrecht für 13 weitere Athleten und zwei Trainer geprüft. Eine unabhängige Prüfkommission entscheidet über die Zulassung.