Händler im Spielzeugland

Markt / 04.02.2018 • 18:37 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Empfingen die rund 70.000 Besucher der Spielwarenmesse: Playmobil-Fußballer. AFP
Empfingen die rund 70.000 Besucher der Spielwarenmesse: Playmobil-Fußballer. AFP

Am Sonntag endete die Spielzeugmesse in Nürnberg mit neuen Rekorden.

Nürnberg Weihnachten ist schon Ende Jänner – zumindest die Weichen für das Weihnachtsfest 2018 werden bei der traditionsreichen Spielwarenmesse in Nürnberg, die von Mittwoch bis Sonntag dauerte, gestellt. Die Händler im Spielzeugland – bei der Leistungsschau sind nur Fachbesucher zugelassen – bestimmen mit ihren Orders, was in Millionen Haushalten unterm Christbaum liegt.

40 Prozent des Jahresumsatzes

Schließlich macht die Branche mehr als 40 Prozent ihres Gesamtjahresumsatzes im November und Dezember, wie der Vorsitzende der Spielwarenmesse, Ernst Kick, sagte. Nicht zuletzt weil die Adventszeit 2017 kürzer ausfiel, verzeichnete der europäische Spielwarenmarkt eher durchwachsene Zahlen. Heuer war die Messe internationaler denn je. Wie der Veranstalter der weltweit wichtigsten Branchenschau am Sonntag mitteilte, kamen die 71.000 Besucher aus insgesamt 129 verschiedenen Nationen – ein Rekordwert. Auch auf der Seite der Händler vermeldet der Veranstalter einen Rekordwert: Demnach kamen die insgesamt 2902 Händler aus 129 Ländern (2017: 123).

100.000 Neuheiten

Eine Million Produkte, davon rund 100.000 Neuheiten. Spielzeug mit eher klassischem Flair wie Rasseln, Plüsch, Puppen und Brettspielen sind ebenso zu sehen wie mit Technik ausgerüstete Hingucker. Die Handvoll Aussteller aus Österreich wurden von den Tradtionsproduzenten Matador und Piatnik angeführt. Der größte Aussteller aus der Bodenseeregion ist der Spielehersteller und Buchverlag Ravensburger.

Natur, Team, Spiel

Besondere Bedeutung kam auch heuer den Neuheiten zu, denn viele Spielwaren haben nur eine Lebensdauer von anderthalb Jahren. Drei Strömungen haben die Veranstalter im Vorfeld bereits ausgemacht: die Freude an Erkundung der Natur, den Teamgedanken und den Spielfaktor. Das Angebot im Messezentrum spiegelt die Trends durchaus wider: Von Drohnen für Kinder über Virtual-Reality-Spiele für Senioren bis hin zum Zunge bleckenden Roboter-Chamäleon oder klassischen Brettspielen ist einiges geboten.