Millionenaufwand für heimischen Hochwasserschutz

Vorarlberg / 05.02.2018 • 21:00 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der erforderliche Hochwasserschutz im Land – so wie hier an der Ill im Zulauf auf Feldkirch – verschlingt Millionenbeträge. VN/DOH
Der erforderliche Hochwasserschutz im Land – so wie hier an der Ill im Zulauf auf Feldkirch – verschlingt Millionenbeträge. VN/DOH

Das Land steuert
1,8 Millionen Euro für wichtige Flussbauprojekte bei.

Bregenz Knapp sechs Millionen Euro beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen zur Umsetzung des aktuellen Flussbau-Maßnahmenpakets. Nach Angaben von Wasser- und Sicherheitsreferent Erich Schwärzler hat die Landesregierung nun den Beschluss gefasst, sich an den Kosten mit einem Zuschuss von rund 1,8 Millionen Euro zu beteiligen.

Das Paket besteht aus insgesamt 66 Instandhaltungs- und Kleinmaßnahmen mit einem Finanzierungserfordernis von unter 110.000 Euro sowie aus elf Bau- und Instandhaltungsprojekten über 110.000 Euro, die an Bundesflüssen, Grenz- und Interessentengewässern realisiert werden.

Absicherungen

Kleinmaßnahmen sind am Bregenzer Bodenseeufer bei den Abflüssen von Bilgeri- und Suppersbach vorgesehen. Konkret werden veraltete Absperrbauwerke an den Bachmündungen erneuert. Bei Hochwasser kommen auf ihnen mobile Pumpen zum Einsatz, um das bebaute Hinterland vor Überschwemmungen zu schützen. An der Weißach in Riefensberg soll die linksseitige Uferböschung punktuell besser gesichert werden. Renaturierungsmaßnahmen sind am Bolabach in Göfis vorgesehen.

Instandhaltungsprojekte mit einem Finanzierungserfordernis von über 110.000 Euro werden unter anderem an der Dornbirnerach, am Lustenauer- und am Rheintalbinnenkanal, an der Ill und am Koblacherkanal durchgeführt.

„Der Hochwasserschutz ist seit Jahren ein Investitionsschwerpunkt und wird es auch weiter bleiben“, versichert Landesrat Erich Schwärzler. Bund, Land und Gemeinden haben in Vorarlberg seit dem folgenschweren Hochwasser im Jahr 2005 insgesamt rund 345 Millionen Euro für Schutzbauten aufgewendet.

„Die damalige Katastrophe hat uns auf schmerzliche Weise vor Augen geführt, dass es einen absoluten Schutz nicht geben kann. Aber es ist in unserer Verantwortung, heute und in Zukunft nach Kräften in den Schutz gegen Naturgefahren weiter zu investieren“, bekräftigt Schwärzler.

Die moderne Hochwasserschutzstrategie heißt „Integraler Hochwasserschutz“. Dabei geht es darum, in allen Handlungsfeldern aktiv zu sein. Mit der Regulierung von Gewässern allein ist es nicht getan, es braucht auch Aktivitäten im Bereich der räumlichen Vorsorge, zum privaten und betrieblichen Objektschutz und zum Katastrophenschutz.

82 Millionen Euro im Budget

Im Landesbudget für heuer sind mehr als 82 Millionen Euro an Investitionen für den Hochwasserschutz veranschlagt. Was die jetzt genehmigten Projekte anbelangt, stellt Schwärzler klar, dass diese im Einvernehmen mit dem Natur- und Landschaftsschutz und unter Einhaltung sämtlicher ökologischer Grundsätze durchgeführt werden.