Krisensitzung in Hard nach VFV-Entscheid

Sport / 07.02.2018 • 22:52 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Statuten des VFV regeln klar Auf- und Abstieg.
Die Statuten des VFV regeln klar Auf- und Abstieg.

Noch-Westligist wurde in die Landesliga eingestuft.

Schwarzach Mit der Entscheidung, den FC Hard nach dessen Verzichtserklärung für die Teilnahme an der Regionalliga West 2018/19 in die Landesliga einzugliedern, hat der Vorarlberger Fußballverband (VFV) für großen Unmut gesorgt. Von den Statuten her ist der Beschluss, wie auch VFV-Vize Peter Schneider im VN-Gespräch bestätigt, gedeckt. Zudem hat auch die Regionalliga-Kommission, bestehend aus den Landesverbänden Vorarlberg, Salzburg und Tirol, dem Antrag zugestimmt. „Wir haben uns die Sache nicht leicht gemacht“, so Schneider weiter. Damit verzichtet der Verband also auf eine „Lex Hard“, auch wenn der Klub 29 Jahre lang zu den Aushängeschildern in der Regionalliga West gehörte.

Unverständnis und Krisensitzung

In Hard selbst reagierte man geradezu „geschockt“ auf die Nachricht durch den Fußballverband. Klub-Präsident Gerald Kleiner spricht hinsichlich der Einstufung in die Fünftklassigkeit wörtlich von einer „sportlichen Katastrophe“. „Für mich persönlich ist es der traurigste Tag als Funktionär in meiner langen Vereinsgeschichte. Für den Klub selbst ist damit die schlimmste Befürchtung eingetreten.“ Laut Kleiner habe man durch die Einreichung der Verzichtserklärung vor allem Fairness seitens des Vereins zeigen wollen. Leider habe man das im Fußballverband nicht so gesehen. „Immerhin sind wir in Hard mehr als zwei Jahrzehnte lang eine Topadresse im heimischen Amateurfußball gewesen.“

Reagiert wurde beim 1922 gegründeten Fußballklub prompt. Noch für gestern Abend hat Gerald Kleiner eine Krisensitzung einberufen. Auf Vorstandsebene sollten die nächsten Schritte beraten werden. „Für uns ist die Situation nicht einfach. Mit der Eingliederung in die Landesliga kommen nun schwierige Zeiten auf uns zu.“ Zuletzt hatte man in Hard auch mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Allerdings war die Ausrichtung zuletzt, auch in der Wintertransferzeit, klar in Richtung Vorarlberg gelegt. „Wir haben im Rahmen unserer Möglichkeiten versucht, eine Mannschaft, schon im Hinblick auf die nächste Saison, zusammenzustellen“, erzählt Kleiner. Dennoch will er hinsichtlich der nächsten Schritte nichts überstürzen. Deshalb werde man im Vorstand alle Für und Wider genau abwägen und dann auch den nächsten Schritt setzen. Wohlwissend, dass es aufgrund der geltenden Auf- und Abstiegsbestimmungen schwer werden wird, gegen den Vorstandsbeschluss des Fußballverbandes vorzugehen.

Keine Relegationsspiele

Abgesegnet hat das VFV-Präsidium bei seiner Sitzung auch die Anpassungen der Auf- und Abstiegsbestimmungen dahingehend, dass die 1b-Teams im normalen Kampfmannschaftsspielbetrieb verbleiben. Damit ist klar, dass es im Spieljahr 2017/18 zu keiner Relegation kommen wird.

„Für mich ist das der traurigste Tag in meiner Funktion als ehrenamtlicher Obmann.“

Mehrwissen.vn.at

VFV-Bestimmungen 2017/18

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