Nur eine Etappe

Markt / 07.02.2018 • 22:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die dunklen Wolken über dem Messepark irritieren das Management nicht: Man schaue nach vorne.VN/Steurer 
Die dunklen Wolken über dem Messepark irritieren das Management nicht: Man schaue nach vorne.VN/Steurer 

Stadt und Land sehen sich bestätigt, Messepark-Management glaubt an intakte Chancen.

Dornbirn Dass die Bilanz des Messeparks (siehe unten) mit der Zustellung des Urteils des Verwaltungsgerichtshofs (VwGH) zusammengefallen ist, sei nur ein Zufall, beteuern gewöhnlich gut informierte Personen aus dem Umkreis der Messepark-Betreiberfirma JDL Leasingesellschaft GmbH. So nah sich hier Niederlage und Erfolg kommen, so wenig will man sich bei der Betreiberfirma durch das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs in den Plänen einschränken lassen. Die Zurückweisung der von Messepark-Anwalt Karl Schelling eingebrachten Revision sei zwar nicht zu verstehen, hört man auf den Gängen der Shopping Mall, doch diese Rechtsangelegenheit sei nur eine Etappe, die dieses eine Mal nicht zugunsten der Messepark-Eigentümer ausgegangen sei. Aber es gebe auf dem Weg zur Erweiterung durchaus noch rechtliche Möglichkeiten, die Erfolg versprechen. Welche das sind, dazu schweigen sowohl die nicht genannt werden wollenden Insider als auch die EKZ-Geschäftsführung. In der nun abgewiesenen Revision ging es um die im Rathaus Dornbirn vorübergehend verschwundenen Pläne des Messeparks, die eine Handelsfläche von 22.667,12 Quadratmetern auswiesen und die im Falle einer Entscheidung pro Messepark ein Bauansuchen obsolet gemacht hätten. Geschäftsführer Guntram Drexel: „Die Entscheidung gegen den Messepark beeinflusst die Erweiterungspläne nicht.“ Man sei zuversichtlich, dass auch in Vorarlberg halbwegs zeitnah erkannt werde, dass die Erweiterung des Messeparks sinnvoll und notwendig sei. „Wenn der gesamte Handelsstandort Vorarlberg im Wettbewerb der Regionen nicht verlieren soll, muss der Messepark als größter Frequenzbringer des Landes wachsen dürfen.“

Ob er das darf, entscheidet sich erst. Wirtschaftslandesrat Karlheinz Rüdisser ist zufrieden, „dass der VwGH unsere Haltung bestätigt hat“. Und Bürgermeisterin Andrea Kaufmann freut sich, dass die Richter mit der Zurückweisung „die korrekte Arbeit im Rathaus bestätigt haben“. Jetzt sei das Land am Zug, endlich Klarheit in diesem Verfahren zu schaffen.

„Der Verwaltungsgerichtshof hat nun die korrekte Arbeit im Rathaus bestätigt.“