Wo ist die Grenze?

Leserbriefe / 08.02.2018 • 20:06 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

Dieses Projekt ist Ausdruck einer Respektlosigkeit gegenüber der Natur und eines gestörten Verhältnisses zu den sensiblen Bereichen der alpinen Landschaft. Was den Betreibern offensichtlich fehlt, ist die Sensibilität für die Grenzen des wirtschaftlichen Wachstums. Statt einer ganzheitlichen Sichtweise werden hier partikuläre – nicht öffentliche – Interessen vertreten, für die keinerlei Tabus gelten. Durch Verharmlosung und Umdeutung dieses radikalen Eingriffes wird Normalität suggeriert. Wohin diese Haltung zu führen droht, zeichnet sich schon länger ab. Unsere Bergwelt wird schrittweise zu einem Freizeit- und Vergnügungspark umfunktioniert. Haben wir die Grenzen nicht schon überschritten?

Walter Widder, Naturschutzwart ÖAV, Oberfresch, Feldkirch