Gebrauchtwagengeschäft: Qualität wie beim Neufahrzeugkauf

Motor / 09.02.2018 • 08:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pilotprojekt: Der „Toyota Plus“-Standort in Wien ist Initial für den Aufbau des Gebrauchtwagengeschäfts. Im ganzen Bundesgebiet sollen Standorte folgen.
Pilotprojekt: Der „Toyota Plus“-Standort in Wien ist Initial für den Aufbau des Gebrauchtwagengeschäfts. Im ganzen Bundesgebiet sollen Standorte folgen.

Markt neu installiert.

Toyota Ein boomender Autohandels-Faktor ist das Gebrauchtwagengeschäft. Der Second Hand-Markt hat den der Neuwagen längst überholt, er ist deutlich mehr als doppelt so hoch. Es steht, nach Auswertung 2017, 853.244 zu 353.320 Einheiten. Nicht nur die Stückzahlen ziehen an, ebenso die Preise, der Index ist um zehn Prozent gestiegen. Dieses Geschäft wollen sich Hersteller und Händler nicht entgehen lassen. Eine Reihe von Marken hat bereits ein eigenes Zweithand-Vertriebsnetz. Weitere Produzenten stehen im Planungsstadium.

Darüber ist Toyota europaweit schon hinaus. Jetzt auch in Österreich, mit der Installation der Sub-Marke „Toyota Plus“. Das ist initiiert als zertifizierte Gebrauchtwagenmarke. Damit will der Österreich-Importeur einen gesicherten Second-Hand-Automarkt aufziehen, „mit Qualität und Sicherheit wie beim Neufahrzeug-Kauf“, so Toyota-Austria-Chef Friedrich Frey. Als Hintergrund wurde ein breites Service-Offert auf die Beine gestellt. Das umfasst unter anderem bis zu drei Jahre Fahrzeuggarantie, einen 30-Punkte-Check (über die Pickerl-Überprüfung hinaus), Probefahrten, Eintausch, Bewertung, Finanzierung und Versicherung. Ein eigenes Onlinebörse-Portal ist installiert.

Als Initial- und Pilotprojekt wurde in Wien der erste „Toyota Plus“-Standort eröffnet. Damit sind die Weichen für die neue Submarke gestellt. Sie soll sich bis Ende 2018 über das Toyota- und Lexus-Händlernetz im gesamten Bundesgebiet etablieren – ohne Verpflichtung und ohne überbordende Vorgaben, was die Schauräume betrifft.

Was derzeit noch fehlt ist Ware, sprich Gebrauchtwagen: Zum Start stehen erst fünfzig Autos zur Auswahl – Modelle der Eigenmarken Toyota und Lexus sowie Aston Martin. Dieses noch überschaubare Angebot soll sich österreichweit auswachsen: Für 2018 sind dreihundert Fahrzeuge angepeilt. Kooperiert wird mit Leasing-Unternehmen und Flottenbetreibern, um Rückläufe zu vermarkten. Auch die anderer Marken. Schwerpunkt aber sind die eigenen Produkte, wobei das Hauptaugenmerk auf Hybrid-Modellen liegt.

Aktuell liegt bei den Verkäufen neuer Autos der Anteil der Alternativ-Antriebsversionen für Toyota bei fünfzig Prozent, für Lexus bei 99 Prozent. „2018 ist ein Vorbereitungsjahr“, schaut Toyota-Österreich-Chef Friedrich Frey optimistisch voraus, denn das Potenzial für künftige Gebrauchte wächst: 2019/2020 kommen fünf neue Hybride, alle Volumensmodelle stehen im Erneuerungsprozess.