Bund, Länder und Kassen teilen Kosten für Lehrpraxen

Politik / 12.02.2018 • 22:11 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Salzburg Die Bundesländer haben einem gemeinsamen Modell zur Finanzierung von Lehrpraxen für Allgemeinmedizin zugestimmt. Die anfallenden Ausbildungskosten werden für die Jahre 2018 bis 2020 nach einem einheitlichen Schlüssel aufgeteilt. Momentan ist die Lehrpraxis für angehende Allgemeinmediziner freiwillig. Ab Mitte 2018 wird sie jedoch für die ersten Ärzte, die ihre Ausbildung nach der neuen Ärzte-Ausbildungsordnung absolvieren, verpflichtend. Sie müssen dann nach der 27-monatigen Praxis in einem Krankenhaus ein halbes Jahr in einer allgemeinmedizinischen Praxis mitarbeiten und sich von einem Hausarzt jene für das Fach relevanten Inhalte aneignen, die in einem Spital oft zu kurz kommen.

Jeweils 35 Prozent der Kosten tragen die Länder und die Sozialversicherungen, 25 Prozent kommen vom Bund und zehn Prozent übernimmt der Inhaber der Lehrpraxis, teilte der Salzburger Gesundheitsreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl (ÖVP) am Montag mit. Der Beitrag des Bundes ist mit insgesamt vier Millionen Euro für die drei Jahre gedeckelt. Formal notwendig sei noch ein Beschluss der Bundes-Zielsteuerungskommission.