Harte Strafen gegen Rapid Wien

Sport / 12.02.2018 • 20:55 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Ausschreitungen im Wiener Derby haben Rekordmeister Rapid Wien nun empfindliche Sanktionen eingebracht.gepa
Die Ausschreitungen im Wiener Derby haben Rekordmeister Rapid Wien nun empfindliche Sanktionen eingebracht.gepa

Sektorensperre in Allianz-Arena und 100.000 Euro Geldstrafe.

wien Ganz Fußball-Österreich hat auf die Senatssitzung der Bundesliga bezüglich der Vorfälle beim Wiener Derby gewartet. Gestern wurde der österreichische Rekordmeister SK Rapid Wien dann auch hart sanktioniert. Aufgrund von Wurfgegenständen in der 6. und 26. Spielminute, sowie zweier Personen, die unbefugt das Spielfeld betreten haben und unerlaubter Verwendung von Pyrotechnik entschied sich der Strafsenat zu einer drastischen Sanktionierung. Der Senat 1 der Bundesliga verhängte über die Hütteldorfer eine Teilsektorsperre für eine Partie. Ein zweites Spiel wurde bedingt auf ein Jahr ausgesprochen. Der Tabellendritte muss zudem eine Geldstrafe in der Höhe von 100.000 Euro zahlen. Fans hatten im Derby mehrere Gegenstände aufs Feld geworfen und trafen damit auch Austria-Mittelfeldspieler Raphael Holzhauser. Eine rund zehnminütige Unterbrechung war die Folge. In der Schlussphase sorgten auch noch zwei „Flitzer“ auf dem Feld für Negativ-Schlagzeilen.

Deutliches Zeichen gesetzt

Beide Hintertor-Sektoren (Blöcke 1-5, 8 sowie 13-20) werden bei zwei Meisterschaftsspielen (davon eines bedingt auf 12 Monate) gesperrt. Die bedingte Strafe wird wirksam, sofern in den kommenden 12 Monaten bei einem Meisterschaftsspiel des SK Rapid Wien – unabhängig davon ob heim oder auswärts – ähnlich gelagerte Vorfälle passieren. Dazu muss man im Klub auch noch in die Geldschatulle greifen und 100.000 Euro Geldstrafe bezahlen.

Die Urteilsbegründung des Senat 1 für die harte Strafe: „Aufgrund der Schwere der Vergehen und der gehäuften Anzahl an Vorfällen in den vergangenen Jahren galt es, ein deutliches Zeichen zu setzen. Es kann nicht sein, dass ein gegnerischer Spieler Angst um seine körperliche Unversehrtheit haben muss, wenn er zum Eckball antritt, oder zwei Personen das Spiel bei einem Angriff der gegnerischen Mannschaft stören. Wir haben uns dazu entschieden, beide Hintertortribünen sowie die angrenzenden Ecken zu sperren, um die Bildung eines alternativen Fansektors zu verhindern, wie es bereits in der Vergangenheit bei einer ähnlichen Sanktion gegen den SK Rapid Wien passiert ist.“

Der Rekordmeister hat die Entscheidungen des Senat 1 zur Kenntnis genommen, aber ob man rechtlichen Protest gegen das Urteil einlegt, wird laut einer Rapid-Presseaussendung noch klubintern besprochen, „ist aber aufgrund der Höhe der finanziellen Auswirkungen mehr als wahrscheinlich“. Das kommende Bundesligaspiel gegen Sturm Graz am Wochenende soll, zumindest laut Rapid Wien, noch nicht von der Sektorensperre betroffen sein.