Schlappe für Facebook vor dem Landgericht Berlin

Welt / 12.02.2018 • 22:41 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Eine Konzern-Sprecherin sagte, Facebook prüfe die Entscheidung sorgfältig. APA
Eine Konzern-Sprecherin sagte, Facebook prüfe die Entscheidung sorgfältig. APA

Berlin Facebook muss die Voreinstellungen für seine Dienste in Deutschland verändern und darf seine Anwender nicht länger zwingen, sich mit ihrem echten Namen anzumelden. Das geht aus einem Urteil des Landgerichts Berlin hervor, das am Montag veröffentlicht wurde. Facebook war von der Verbraucherzentrale Bundesverband verklagt worden. In dem Urteil, das noch nicht rechtskräftig ist, wurden Teile der Nutzungs- und Datenschutzbedingungen für unzulässig erklärt. Die nötigen Einwilligungen zur Datennutzung, die sich das Unternehmen einholt, seien teilweise unwirksam, heißt es. Facebook legte gegen das Urteil Berufung ein. Der Konzern verwies in einer Stellungnahme darauf, dass sich die Produkte und Richtlinien von Facebook seit Beginn des Verfahrens im Jahr 2015 sehr verändert hätten. Außerdem werde man 2018 angesichts der bevorstehenden Gesetzesänderungen weitere Änderungen vornehmen.