Ein Haus für Kinder und Familien

Vorarlberg / 13.02.2018 • 20:58 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Gemeinde Bürs möchte das Angebot für Kleinkinder und Familien mit einem eigenen Kinder- und Familienhaus erweitern.APA
Die Gemeinde Bürs möchte das Angebot für Kleinkinder und Familien mit einem eigenen Kinder- und Familienhaus erweitern.APA

Gemeinde Bürs konzipiert Projekt Kinder- und Familienhaus.

Bürs Seit 1995 sind die beiden privaten Einrichtungen, die Kinderbetreuung Spatzennest und die Spielgruppe s’Flohkistle, fixer Bestandteil in der Bürser Kinderbetreuungslandschaft. Aktuell werden knapp 40 Kleinkinder im Alter zwischen eineinhalb und vier Jahren in den beiden Einrichtungen betreut. „Die derzeitigen Räumlichkeiten sind mangelhaft“, ist sich Bürgermeister Georg Bucher der vorherrschenden Situation bewusst. „Sowohl das Spatzennest im Sozialzentrum als auch das Flohkistle im Pfarrzentrum sind im Keller situiert“, konkretisiert der Gemeindechef.

Kompetenzzentrum

Aus diesem Grund plant die Gemeinde Bürs die Schaffung eines Kinder- und Familienhauses. Dieses soll aber weit mehr als eine neue Heimat für die beiden Betreuungseinrichtungen werden. Es soll vielmehr ein Kompetenz- und Beratungszentrum für Familien in Bürs werden, denn auch andere Angebote wie die Elternberatung oder die Vorarlberger Tagesmütter sollen im neuen Haus aufgenommen werden. „Neben der notwendigen räumlichen Verbesserung für die beiden Betreuungsangebote bietet dieses Projekt der Gemeinde die Möglichkeit, für Kinder und Familien in Bürs zusätzlichen Nutzen zu stiften“, sagt Bucher.

Im Kinder- und Familienhaus soll es auch eine Leitungsperson geben. Diese wird im Auftrag der Gemeinde neben der Leitung des Hauses auch Aufgaben in Sachen Vernetzung und Weiterentwicklung der Angebote an Familien verantworten. Ungeachtet dessen soll die Eigenständigkeit der beiden Kinderbetreuungseinrichtungen weiterhin bestehen bleiben. Durch deren räumliche Zusammenführung sollen sich künftig jedoch mehr ­Synergien ergeben.

Nicht nur von den beiden Einrichtungen wird die Idee des Kinder- und Familienhauses begeistert aufgenommen. Auch in der Gemeindevertretung scheint Konsens über das geplante Projekt zu herrschen. „Das Grundsatzpapier wurde von der Gemeindevertretung einstimmig beschlossen. Derzeit sind wir in der Konzepterarbeitungsphase“, informiert Bucher. Bis Ende des Jahres soll das fertige Konzept vorliegen. Im kommenden Jahr soll dann mit der Planung begonnen werden. Ein Baustart ist frühestens 2020 realistisch.

Wo das neue Kinder- und Familienhaus entstehen soll, steht noch nicht fest. „Ein Standort im Bereich des Schulzentrums wäre sicher wünschenswert, da so auch die neu geschaffene Infrastruktur der Schule genutzt werden könnte“, so ­Bucher abschließend. VN-JS

„Ein Standort im Bereich des Schulzentrums wäre sicher wünschenswert.“