Kunst-Rätsel gelöst

Kultur / 13.02.2018 • 19:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Zeichnung ist Teil eines aus vier Werken bestehenden Kunstschatzes, der seit Jahrzehnten unauffindbar ist. Reinhard Haider
Die Zeichnung ist Teil eines aus vier Werken bestehenden Kunstschatzes, der seit Jahrzehnten unauffindbar ist. Reinhard Haider

Klimt-Bild „Zwei Liegende“ in Linz wieder aufgetaucht.

Linz Die seit Jahrzehnten verschollene Zeichnung „Zwei Liegende“ des Jugendstilkünstlers Gustav Klimt (1862–1918) ist wieder aufgetaucht. Eine Sekretärin der Neuen Galerie der Stadt Linz hatte nach Angaben der Stadt das Werk seit ihrer Pensionierung 1977 in einem Schrank versteckt und verfügt, es solle nach ihrem Tod wieder dem Museum ausgehändigt werden. 2017 starb sie. Das Bild werde nun im Lentos Kunstmuseum in der Ausstellung „1918 – Klimt.Moser.Schiele Gesammelte Schönheiten“ präsentiert. Die Zeichnung ist Teil eines aus vier Werken bestehenden Kunstschatzes, der seit Jahrzehnten unauffindbar ist. Verschollen sind noch drei Egon-Schiele-Werke. Nun bestehe die Hoffnung, dass auch diese Gemälde wieder auftauchen könnten. 1951 hatte die Eigentümerin die vier Bilder der Neuen Galerie geliehen. Nach ihrem Tod bemühten sich die Erben um Rückgabe der Gemälde, die aber nicht mehr auffindbar waren. Am Ende eines jahrelangen Rechtsstreits musste die Stadt den Erben 8,3 Millionen Euro Schadenersatz bezahlen. Gegen Rückzahlung eines Teilbetrags des Schadenersatzes werde „Zwei Liegende“ nun den Erben überlassen, hieß es.