Mindestlohn für

Leserbriefe / 13.02.2018 • 18:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Politiker

Ich hab mir in den letzten Tagen die Mühe gemacht und mir die Gehaltsvorstellungen einiger Unternehmen angesehen, besonders von Unternehmen, die im Bereich des „allgemeinen Wohlbefindens“ tätig sind, wie z. B. Pflegeeinrichtungen, Altersheime, Spitäler, aber auch einfach Jobs wie z. B. Putzfrauen oder ähnliche. Und was sehe ich da? Die meisten dieser Menschen werden mit einem Zahltag entlohnt, der knapp über dem Mindestlohn – 8,84 Euro brutto pro Stunde – liegt. Das sind in etwa 1260 Euro netto im Monat. Wie sehr würden wir es vermissen, wenn diese Menschen nicht mehr ihrer Tätigkeit, die oft hart und beschwerlich, aber so unendlich wichtig ist, nachgehen würden? Ein Vorschlag von mir: Wäre es nicht möglich, dass unsere Gemeindepolitiker, Stadträte und Landespolitiker mal eine Legislaturperiode lang zum Mindestlohn arbeiten würden? Und das ersparte Geld verteilen sie dann auf die oben genannten Menschen, die eben die wirklich harten Jobs machen müssen. Ich nenne so etwas ausgleichende Gerechtigkeit, dass diejenigen, die vielen Menschen das Elend eingebrockt haben, auch einmal eine Zeitlang darin leben müssen. Wirklich gute Politiker würden sowieso nur für Kost und Logis arbeiten, denn das sind Ehrenmänner und -frauen.

Thomas Cassan,

Lachenmahd,

Dornbirn