Schneedepots
hirnrissig

Leserbriefe / 13.02.2018 • 18:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Landesrat Johannes Rauch bezeichnet das vor gut sieben Jahren von der Landesregierung abgesegnete Anlegen von Schneedepots ab 1. Ok-
tober als „hirnrissig“. Offenbar hat er sich als zuständiger Landesrat mit der Ökologie und Technik der Beschneiung noch immer nicht befasst. Unterlagen dazu türmen sich in den Aktenschränken seines Ressorts. Bei tiefen Temperaturen angelegte Schneehaufen sind nachweislich monatelang gegen die Einflüsse von Föhn und Starkregen resistent! Ein vor Jahren in Lech am südseitigen Schlegelkopf angelegtes Schneedepot, das wir nicht benötigt und daher unter wissenschaftliche Beobachtung gestellt hatten, ist im folgenden Sommer erst am 20. Juli (!) abgeschmolzen. Darunter kam eine riesige Mäuseburg zum Vorschein, von wegen Luftabschluss! Im Montafon gibt es mehrere riesige Staubecken für die E-Wirtschaft und zumindest einen Speicherteich am Hochjoch für die Beschneiung. Alle sind im Sommer gern besuchte touristische Ausflugsziele. Jetzt soll ein weiterer ans Gelände angepasster kleiner Beschneiungssee dazukommen, um ohne Belastung der Fließgewässer und energiesparend Beschneiungswasser zur Verfügung zu haben. Der SiMo sei Dank! In den Skigebieten der ganzen Welt gibt es überall Beschneiungsseen, wo nicht genügend Bachwasser zur Schneizeit zur Verfügung steht, unserem Landesrat unbekannt.

DI Michael Manhart,

Tannberg, Lech