Topduell auf dem Schleudersitz

Sport / 13.02.2018 • 22:53 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
Real-Trainer Zinédine Zidane (Bild) und seinen Trainerkollegen von PSG, Unai Emery, geht es im direkten Duell möglicherweise auch um den Trainerjob.afp
Real-Trainer Zinédine Zidane (Bild) und seinen Trainerkollegen von PSG, Unai Emery, geht es im direkten Duell möglicherweise auch um den Trainerjob.afp

Beim Gigantenduell in der Champions League wanken die beiden Trainer Zidane und Emery.

Madrid Die Fußballwelt freut sich auf das Duell Ronaldo gegen Neymar. Beim Schlager Real vs. PSG winkt eine doppelte Wachablösung: Stürzt der Brasilianer CR7 vom Goalgetter-Thron? Und schaltet PSG den CL-Seriensieger aus? Viel Brisanz birgt auch das Trainer-Duell.

Weltmeister Toni Kroos spricht aus, was Millionen Fußballfans dieser Tage nicht nur in Europa, sondern weltweit denken: „Ich freue mich sehr auf diese Spiele“, sagte der deutsche Mittelfeldregisseur von Real Madrid vor dem ersten Champions-League-Achtelfinal-Schlager am Mittwoch gegen Paris St. Germain – und gegen seine Nationalmannschaftskollegen Julian Draxler und Kevin Trapp.

Doch nicht alle können sich vor dem Hinspiel richtig ausgelassen freuen. Für die Trainer der beiden Teams, den Franzosen Zinédine Zidane und den spanischen PSG-Coach Unai Emery steht beim Duell der fürstlich entlohnte Job auf dem Spiel. „Meine Zukunft ist mir völlig egal, ich denke jetzt nur an die beiden Spiele gegen Paris“, beteuerte Zidane. Er und seine Schützlinge spürten „keinen besonderen Druck“. Er persönlich müsse „nichts mehr beweisen“. Fast alle spanischen Medienbeobachter sind indes davon überzeugt, dass „Zizou“ bei einem Aus gegen PSG auch nach zwei Königsklassen-Triumphen in Serie wird gehen müssen.

Anders als Zidane wird Emery diese Saison mit Sicherheit wichtige Erfolge erringen: Den Ligue-1-Titel hat man bei zwölf Punkten Vorsprung auf Verfolger AS Monaco praktisch in der Tasche. Für die Ölscheichs aus Katar, die an der Seine seit 2011 das Sagen haben, zählt aber nur der lang ersehnte Gewinn der Championsleague.

Nur Ronaldo redet

Für den Coach, der vor seinem Wechsel nach Paris im Sommer 2016 den FC Sevilla drei Mal in Folge zum Gewinn der Europa League führte, stehe deshalb „die Zukunft auf dem Spiel“. Der Vertrag des 46-Jährigen läuft im Juni aus, bei einem Aus gegen den Klub aus seiner spanischen Heimat würde Emery wohl sofort vor die Tür gesetzt werden. Die gut informierte Renommierzeitung „El País“ schrieb am Montag, PSG-Boss Nasser Al-Khelaifi habe bereits den Ex-Barcelona-Trainer Luis Enrique und auch Brasiliens Nationalcoach Tite sondiert.

Und die beiden Superstars? Während sich Neymar in Schweigen hüllt, sich lässig und unbekümmert präsentiert und von Starfotograf Mario Testino diese Woche, gar nur mit einem Handtuch bedeckt, porträtieren ließ, stand Ronaldo Rede und Antwort. In Richtung Neymar & Co. sagte er: „Wir haben bereits bewiesen, dass wir eine sehr sehr starke Gruppe beisammen haben. In der Champions League haben wir zudem viel Erfahrung.“

Fußball

UEFA Champions League

Achtelfinale, Hinspiele

FC Basel 1893 – Manchester City 0:4 (0:3)

St.-Jakob-Park, 40.000 Zuschauer, SR Eriksson (SWE)

Torfolge: 14. 0:1 Gündogan, 18. 0:2 Bernardo Silva, 23. 0:3 Agüero, 53. 0:4 Gündogan

FC Basel 1893 (5-2-2-1): Vaclik; Lang, Xhaka, Lacroix, Suchy, Blas Riveros; Frei, Serey Dié; Elyounoussi (85. Bua), Stocker (71. Ajeti); Oberlin

Manchester City (4-3-2-1): Ederson; Walker, Kompany, Otamendi, Delph; Fernandinho; De Bruyne (63. David Silva), Gündogan; Bernardo Silva, Sterling (57. Sané); Agüero (86. Agüero)

Juventus Turin – Tottenham Hotspur 2:2 (2:1)

Allianz Stadium, 41.500 Zuschauer, SR Brych (GER)

Torfolge: 2. 1:0 Higuain, 9. 2:0 Higuain (Foulelfmeter), 35. 2:1 Kane, 72. 2:2 Eriksen

Besonderes Vorkommnis: Higuain (Juventus) schießt einen Foulelfmeter an die Latte (45./+ 2).

Juventus Turin (4-2-2-2): Buffon; de Sciglio, Benatia, Chiellini, Alex Sandro; Khedira (66. Bentancur), Pjanic, Bernardeschi; Douglas Costa, Higuain, Mandzukic (76. Sturaro)

Tottenham Hotspur (4-3-3): Lloris; Aurier, Sanchez, Vertonghen, Davies; Eriksen (90./+ 2 Wanyama), Dier, Dembelé; Lamelan (89. Lucas Moura), Kane, Alli (83. Son)

Real Madrid – FC Paris St. Germain heute

Estadio Santiago Bernabéu, 20.45 Uhr, SR Rocchi (ITA)

FC Porto – Liverpool FC heute

Estádio do Dragão, 20.45 Uhr, SR Orsato (ITA)

Chelsea FC – FC Barcelona 20. Februar

Stamford Bridge, 20.45 Uhr

FC Bayern München – Besiktas Istanbul 20. Februar

Allianz-Arena, 20.45 Uhr

Schachtar Donezk – AS Roma 21. Februar

Charkiw, OSK Metalist Stadion, 20.45 Uhr

FC Sevilla – Manchester United 21. Februar

Estadio Ramón Sánchez Pizjuán, 20.45 Uhr

UEFA Champions League im TV, heute

Sky Sport, live ab 20 Uhr: beide Spiele bzw. Konferenz

ZDF, live ab 20.25 Uhr: Real Madrid – FC Paris St. Gemain

SF2, live ab 20.30 Uhr: Real Madrid – FC Paris St. Gemain

ORF eins, live ab 20.35 Uhr: Real Madrid – FC Paris St. Gemain